Coronavirus weltweit Anteil der Verstorbenen zeigt Corona-Krisenherde weltweit

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In Deutschland gibt es relativ viele Corona-Infizierte, aber wenige von Covid-19 Todesfälle. Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Stuttgart - Deutschland liegt inmitten von mehreren Corona-Krisenländern. Das zeigt eine Auswertung von aktuellen Zahlen, die die Johns-Hopkins-Universität zur Ausbreitung des Coronavirus weltweit zusammengetragen hat. In zwanzig Ländern hat die Fallzahl demnach die Marke von 4000 Infizierten überschritten. Allein in diesen Ländern sind mittlerweile mehr als 30 000 Todesopfer zu beklagen – das entspricht in etwa einer Stadt der Größe von Herrenberg (Kreis Böblingen).

Zu diesen Ländern, die aktuell als Corona-Krisenherde gelten müssen, zählen die deutschen Nachbarländer Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien und Niederlande. Die vier Letztgenannten weisen einen besonders hohen Anteil von Verstorbenen relativ zur Bevölkerung auf. Auf eine Million Einwohner kommen jeweils 40 bis 50 Verstorbene. Noch höher sind die Zahlen nur in Italien und Spanien:

Bei der Zahl der an Covid-19 Verstorbenen spielen auch landestypische Faktoren wie die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems oder etwa das Alter der Infizierten eine Rolle. Letztlich geht es beim Coronavirus aber darum, ob man genest oder daran stirbt, wie kürzlich Patrick Mathys vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit sagte.

Beim Blick auf das Schaubild fällt auf, dass die Länder, in denen der Anteil von Verstorbenen relativ hoch ist, die Zahl der Infizierten langsamer wächst. Dies deutet darauf hin, dass sich in der Folge auch der Zuwachs an Todesopfern verlangsamt. Eine Ausnahme ist Belgien, wo die Zahl der Infizierten in den vergangenen Tagen um fast zwei Drittel gestiegen ist.

In Deutschland ist sowohl der Anteil der Verstorbenen als auch die Zunahme der Infiziertenzahlen relativ gering – jedenfalls deutlich geringer als in den wesentlich stärker von der Coronakrise betroffenen Nachbarländern.

Dieser Beitrag wird täglich aktualisiert. Letzter Stand: Montag (30. März), 15 Uhr.

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