Coronatests in Leonberg Lehrerin testet die ASG-Schüler

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Die Lehrerin Iris Müller testet am ASG in Leonberg Schülerinnen und Schüler. Foto: Pixabay

Leonberg - Bereits seit dem 22. Februar können sich Lehrkräfte und Beschäftige in Kindertagesstätten im Land zweimal wöchentlich kostenlos testen lassen. Nun wird vom Kultusministerium Baden-Württemberg ausdrücklich gewünscht, die Teststrategie auszuweiten und auch Schülerinnen und Schüler mit einzubeziehen, um den Unterrichtsalltag möglichst sicher zu gestalten.

In Kooperation mit dem Leonberger Schnelltestzentrum wird am Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) bereits Dienstag mit der Testung der Jahrgangsstufe 2 begonnen. Dies ist dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass Iris Müller, Fach-Lehrerin für Biologie und Geografie am ASG und ausgebildete Rettungssanitäterin, bereits vor Wochen eine entsprechende Schulung absolviert hat. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Das geht derzeit nur mit Impfungen und Testungen“, sagt sie.

Unter ihrer Aufsicht und Anleitung lernen die Schüler nun, wie sie sich selbst testen können. Bei dem verwendeten Test handelt es sich um einen Antigen-Schnelltest, der keine Nebenwirkungen hat und problemlos anzuwenden ist: Ein steriles Wattestäbchen wird in das vordere Drittel eines jeden Nasenlochs eingeführt und bereits nach 15 Minuten liegt das Ergebnis der Nasenabstrich-Probe vor.

Eine Schülerin kennt diesen wenig invasiven Test bereits von einer Testung im Schnelltestzentrum und macht ihren Mitschülern Mut: „Es gibt natürlich Schöneres im Leben, aber so richtig unangenehm ist diese Testung wiederum auch nicht“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Beratend zur Seite steht dem Gymnasium eine hausärztliche Internistin aus einer Corona-Schwerpunktpraxis. „Ein positives Testergebnis ist zunächst nur ein Hinweis auf eine mögliche Corona-Infektion“, sagt sie. Es könne gelegentlich auch zu falsch-positiven Ergebnissen kommen und daher müsse bei einem positiven Test unbedingt zeitnah beim Haus- oder Kinderarzt oder in einer Corona-Schwerpunktpraxis ein normaler PCR-Test vorgenommen werden, rät sie. „Geplant ist am ASG zunächst eine Ausweitung der Testungen auf die Jahrgangsstufe 1, die ab der nächsten Woche wieder in den Präsenzunterricht kommt“, sagt Sandra Heyn, die seit August Schulleiterin am ASG ist.

Ein bis zwei Testungen pro Woche

Zukünftig soll es ein bis zwei Testungen pro Woche unter Anleitung in der Schule geben. Die Testung ist freiwillig und darf nur bei vorliegender Einverständniserklärung der Eltern beziehungsweise der volljährigen Schülervorgenommen werden, aber die Bereitschaft zur Selbsttestung ist riesig, freut sich die Schulleiterin. „Ich wollte mich diese Woche sowieso testen lassen, damit ich am Wochenende meine Oma zu ihrem Achtzigsten besuchen kann“, hat sie ein Gymnasiast wissen lassen.

„Ich bin mir sicher, dass diese Art der Selbsttestung zu noch mehr Sicherheit bei der weiteren Schulöffnung führt und daher ein Meilenstein hin zu einer wenn auch etwas anders gearteten Normalität ist“, sagt die Schulleiterin. „Von daher sind wir froh, dass wir die Testungen nicht nur für Lehrkräfte, sondern auch für Schülerinnen und Schüler anbieten können.“

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