Corona-Verordnung Sport Vorsichtiges Herantasten an die Normalität

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Körperkontakt auch im American Football ist wieder möglich. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Vom 1. Juli an gibt es grünes Licht. Der Trainings- und Übungsbetrieb in Mannschafts- und Kampfsportarten ist dann wieder möglich. Die neue Corona-Verordnung Sport gestattet auch die „Durchführung von Sportwettkämpfen mit Körperkontakt auch im Breitensport“, heißt es in der Pressemitteilung des Kultusministeriums vom vergangenen Donnerstag. Die Nachricht wurde freudig, aber nicht euphorisch aufgenommen, wie eine Umfrage unter den Verantwortlichen der im Altkreis höchstklassig spielenden Mannschaften zeigt.

Fußball Der TSV Heimerdigen beginnt am 13. Juli mit der Vorbereitung. Und das, obwohl beim Saisonabbruch auf einem Abstiegsplatz stehend, als Verbandsligist. „Ich habe schon gehofft, dass wir unter normalen Bedingungen trainieren dürfen“, sagt der Coach Jens Härter, „hatte aber auch immer im Hinterkopf, dass es auch anders kommen kann“. Seine Schützlinge waren seit dem Abbruch Mitte März nicht wieder auf dem Platz, haben sich nach Vorgaben mit Laufeinheiten, Kräftigungs- und Koordinationsübungen jeder für sich fit gehalten. Die Vorfreude, so Härter, sei deshalb nun groß, sich wieder auf dem Platz sehen zu können. So ganz traut der Coach dem Frieden aber nicht: „Man muss halt immer aufpassen und abwarten, wie es wird.“ Der Nachfolger von Holger Ludwig (zur TSG Backnang) hofft, dass Mitte September um Punkte gespielt werden kann.

Der Württembergische Fußballverband reagierte schnell, um mögliche Unsicherheiten zu beseitigen. In einer Pressemitteilung stellte der Verband gestern unter anderem klar, dass Fußballspiele im elf gegen elf zwischen Mannschaften verschiedener Vereine ab dem 1. Juli unter den in der Verordnung genannten Voraussetzungen nach staatlichem Recht wieder ausgetragen werden dürfen, dass Freundschaftsspiele verbandsrechtlich wieder erlaubt sind und dass die Fortsetzung der Bezirkspokalwettbewerbe 2019/2020 den Bezirken freigestellt ist.

Auch beim Heimerdinger Ligakonkurrenten SKV Rutesheim wurde bislang noch nicht auf dem Platz trainiert. In der zweiten Juli-Woche soll es voraussichtlich losgehen. Alle Eventualitäten wurden dabei eingeplant. Der Plan B kann nun zunächst in der Schublade bleiben. Sehr zur Freude des sportlichen Leiters Marius Epple: „Wir sind umso glücklicher, dass es nun nahezu normal funktioniert.“

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