Corona-Regeln Im Kreis nehmen die Corona-Fälle wieder leicht zu

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Die Corona-Hotline des Kreises (0 70 31 / 6 63 35 00) ist immer von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 8 und 12 Uhr erreichbar. Foto: Pixabay

Kreis Böblingen - Überall ist die Rede von der Gefahr einer zweiten Corona-Welle. Auch im Landkreis Böblingen ist ein ansteigender Trend zu beobachten. Noch in den ersten Juliwochen bewegten sich die Zahlen stetig um die 20, in den vergangenen zwei Wochen ist die Zahl auf 50 gestiegen (Stand Dienstag). 21 Neuinfektionen, so teilt das Landratsamt mit, hat es in den vergangenen sieben Tagen gegeben.

Der kreisweite Inzidenzwert liegt aktuell bei 5,36. Das sind die Fälle der letzten sieben Tage pro 100 000 Einwohner. Der der baden-württembergweite Durchschnitt liegt bei 3,7. Auf den Intensivstationen des Klinikverbunds Südwest liegen momentan drei Patienten.

Verursacht werden die steigenden Infektionen offenkundig durch Reiserückkehrer. Damit, so erklärt das Landratsamt, bestätigt sich die Expertenwarnung, dass sich die Verbreitung des Corona-Virus durch länderübergreifende Reisen erneut beschleunigt.

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss sich auf eine Corona-Infektion testen lassen. Die Kosten werden übernommen – vorausgesetzt, der Test wird innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland vorgenommen.

Ticket oder Hotelrechnung aufheben

Auch ein Wiederholungstest wird übernommen. Wer Reiserückkehrer ist, sollte dies durch ein Ticket, einen Boarding-Pass, eine Hotelrechnung oder einen anderen Nachweis belegen. Die aktuelle Liste der Risikogebiete veröffentlicht das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage.

Um die Kapazitäten an den Testzentren freizuhalten, sollten Reiserückkehr die Möglichkeiten an Flughäfen, Fernbusstationen, Bahnhöfen oder Rastplätzen in Grenznähe nutzen, empfiehlt das Landratsamt. In der hiesigen Region ist ein Testzentrum am Stuttgarter Hauptbahnhof vorgesehen. Getestet wird auch an den großen Umsteigebahnhöfen im Land, etwa in Karlsruhe oder Freiburg. Natürlich kann zudem der Hausarzt an die nächstgelegene Corona-Ambulanz überweisen.

Bis das Testergebnis vorliegt – das dauert in der Regel 24 bis 48 Stunden – müssen sich Rückkehrende aus Risikogebieten in häusliche Quarantäne begeben und sich an ihrem Wohnort im Rathaus melden.

Positive Ergebnisse werden immer auch an das Gesundheitsamt übermittelt. Wer ein negatives Ergebnis erhält, informiert sein jeweiliges Rathaus und braucht keine Quarantäne mehr einzuhalten.

Test innerhalb von 72 Stunden nach Einreise

Für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten gilt Ähnliches, sie können sich freiwillig testen lassen. Auch hier werden die Kosten übernommen, wenn der Test innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise erfolgt. Quarantäne- und Meldepflicht beim Bürgermeisteramt entfallen.

Im Krankenhaus Leonberg und den anderen Häusern des Klinikverbundes werden die Patienten ohnehin getestet.

In allen Fällen gilt jedoch: Ein negatives Testergebnis kann immer nur eine Momentaufnahme sein. Wer bei sich selbst unklare Symptome feststellt, muss unverzüglich Kontakt mit einem Arzt zur Abklärung der Symptome aufnehmen.

Neue Corona-Verordnung

Am Donnerstag tritt die überarbeitete Corona-Verordnung der grün-schwarzen Landesregierung in Kraft, die bis zum 30. September gilt. Nach den Sommerferien, also vom 14. September an, muss in weiterführenden Schulen und sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren außerhalb des Unterrichts eine Maske getragen werden. Auf Märkten in geschlossenen Räumen gilt künftig die Maskenpflicht. Die Daten der Besucher werden aber nicht mehr erhoben. Die Corona-Hotline des Kreises (0 70 31 / 6 63 35 00) ist immer von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 8 und 12 Uhr erreichbar.

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