Corona in Heimsheim Vier Luftfilter im Test

Von Kathrin Klette
  Foto: Pixabay/geralt

Heimsheim - Über das Thema Luftfilter und ob sie flächendeckend für Schulen und Kitas angeschafft werden sollen, herrscht in Heimsheim keine Einigkeit. Aktuell werden vier Geräte der Heimsheimer Firma Krieg testweise eingesetzt. Diese wechseln zwischen Kindergärten, Schulen und Rathaus hin und her, um Eindrücke zu sammeln, wie die Geräte sich bewähren. Bei der Gemeinderatssitzung im Sitzungssaal des Rathauses bekamen Verwaltung und Politiker einen guten Eindruck, wie die Geräte funktionieren. Drei davon wurden im Schlosssaal vorgeführt und liefen während des gesamten Abends.

In der Sitzung zuvor war das Thema sehr kontrovers diskutiert worden. In einem interfraktionellen Antrag von Vertretern aus CDU, SPD, Unabhängiger Wählervereinigung und Freier Wählervereinigung fordern die Unterzeichner, dass die Stadt mobile Luftfilter für die Klassen eins bis sechs der Ludwig-Uhland-Schule anschafft sowie weitere für die Kindergärten. Sie sehen darin einen zusätzlichen Baustein im Kampf gegen das Coronavirus, um Infektionen einzudämmen. Andere, darunter die Stadtverwaltung, waren nicht überzeugt.

CO2-Werte steigen auch während des Einsatzes

In Sachen Lautstärke konnten die Geräte nicht gerade punkten. Ein hintergründiges Brummen selbst bei niedriger Stufe machte die Verständigung im Ratssaal deutlich schwerer als sonst, beim Austesten der höchsten Stufe war kaum noch etwas zu verstehen.

Doch auch der Effekt überzeugte den Bauamtsleiter Andor Varszegi nicht. „Wir haben im Sitzungssaal extra CO2-Messgeräte. Wenn die Werte zu hoch steigen, machen wir eine Pause und lüften“, erklärt er. Selbst während des Einsatzes von gleichzeitig drei Luftfiltern stieg der Wert immer weiter an. „Hätte die Sitzung 15 Minuten länger gedauert, hätten wir doch wieder lüften müssen, trotz Luftfilter.“ Auch in den Schulen und Kitas gibt es solche CO2-Ampeln.

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Nicht nur in Heimsheim gehen die Ansichten darüber, wie wichtig Luftfilter tatsächlich sind, auseinander. Viele andere Kommunen wie Weil der Stadt und Weissach haben eine größere Zahl an Geräten entweder bestellt oder ausgeschrieben. In Wimsheim sprach man sich gemeinschaftlich dagegen aus und will sich auf regelmäßiges Lüften verlassen. Das weitere Vorgehen in Heimsheim ist noch offen.

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