Corona an Kitas und Schulen Weissach bestellt 95 Luftfilter

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Knapp 100 mobile Luftfilter wurden für Weissacher Kitas und Schulen bestellt. Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Weissach - Welche Filter sind am effektivsten, wie viel kosten sie, und wenn man sie letztendlich anschafft, wie viele? Eine hitzige Debatte über die Ausstattung von Kitas und Klassenzimmern haben in den vergangenen Wochen und Monaten viele Gemeinderäte miterlebt. Auch in Weissach wurde die Frage in der letzten Sitzung vor der Sommerpause ausführlich debattiert. Zwar einigte man sich darauf, prinzipiell Luftfilter anzuschaffen, wollte in einer Pilotphase aber zunächst die Vor- und Nachteile einiger Modelle prüfen.

Aufbau braucht 40 Stunden

Das ist auch passiert: In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats legte Bürgermeister Daniel Töpfer (CDU) die Ergebnisse der Testphase vor. Geprüft wurden dabei die Geräte der Firmen Krieg, Trox und Ulm-Air, mit besonderem Blick auf Zugverhalten und Lautstärke. Dabei wurden die Geräte probeweise in Räumen der Grundschulen und Kitas im Ort und in einem Fall sogar zusätzlich im Sitzungssaal des Rathauses aufgestellt.

Auch ein Bausatz des Max-Planck-Instituts wurde in Erwägung gezogen, besonders mit Blick auf die verhältnismäßig niedrigen Kosten von 200 Euro pro Stück. Dies war, so heißt es in den Testergebnissen, nicht besonders erfolgreich – vor allem, weil im Baumarkt zunächst nicht alle Teile vorhanden und ein Mitarbeiter des Bauhofs anschließend ganze 40 Stunden mit der Installation einer einzigen Anlage beschäftigt war.

Das Ergebnis der Testphase: Alle drei getesteten mobilen Luftreiniger haben sich in der Testphase gut bewährt, gibt der Ergebnisbericht Auskunft. Nun sollen alle Kita- und Schulräume in Weissach mit einem Gerät ausgestattet werden.

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Wo welcher Luftfilter steht, hängt von der Größe des Raumes und des Volumenstroms der Modelle ab. So wandern die Krieg-Geräte in kleine, die der Firma Wolf in mittelgroße und die Geräte von Ulm-Air in große Räume. Für die Anschaffung gleich mehrerer Modelle entschied man sich auch, um Risiken wie Lieferengpässe zu minimieren – denn derzeit herrscht eine exorbitante Nachfrage nach Luftfiltern. Insgesamt wurden 95 mobile Luftfilter von der Gemeinde bestellt. Diese werden nun nach und nach angeliefert. Bisher wurden bereits 35 Geräte installiert.

Knapp die Hälfte wird gefördert

Neben den Luftfiltern wurden außerdem 85 CO2-Ampeln bestellt. Für diese bezahlt die Gemeinde rund 8500 Euro. Auch die Luftfilter haben einen stolzen Preis: Insgesamt 288 633 Euro kostet die Anschaffung der Geräte. Einen Teil davon kann die Gemeinde im Rahmen eines Förderprogramms des Kultusministeriums ab Dezember wieder ausgleichen: Aktuell sind insgesamt 134 648 Euro an Fördergeldern für Weissach reserviert.

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