Cello-Akademie in Rutesheim Die Konkurrenz ist härter denn je

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Der Vorverkauf für die Konzerte hat bereits begonnen. Foto: www.stephan-haase.de/cf/Stephan Haase

Rutesheim - Die Motivation und die Vorfreude auf die Cello-Akademie Rutesheim 2021 könnte größer kaum sein, denn die pandemiebedingte Absage im vergangenen Jahr hat der internationalen Cello-Szene schmerzlich bewusst gemacht, wie sehr dieser Fixpunkt im Lehr- und Konzertkalender fehlte. Kein Wunder also, dass der Andrang der jungen Musikerinnen und Musiker ungebrochen ist, selbst wenn viele von ihnen – speziell aus Asien – strenge Reiseauflagen in Kauf nehmen müssen.

Vor Ort in Rutesheim können sie sich auf jeden Fall sicher fühlen, ebenso wie das Publikum. Denn das Team der Akademie hat alles auf einen maximalen Coronaschutz ausgelegt. So wurde beispielsweise die Teilnehmerzahl bei den Meisterklassen reduziert, im Gegenzug gibt es mehr Unterrichtsstunden, zusätzliche Workshops und Beratungsangebote.

Auch die Infrastruktur für die Konzerte mit Maskenpflicht und üppigen Abständen zwischen den einzelnen Buchungen ist ausgeklügelt. Pausen wie Catering entfallen. Besonders beliebte Konzertformate werden teilweise zweimal gespielt, um die geringere Sitzplatzkapazität wettzumachen.

Gibt es wieder Meisterkurse?

Das Herzstück der Cello-Akademie bilden seit jeher die grundsätzlich öffentlichen klassischen Meisterkurse. Als Dozenten engagieren sich wieder Claudio Bohórquez, Natalie Clein, Danjulo Ishizaka, Sebastian Klinger, Attila Pasztor, Jakob Spahn und Wen-Sinn Yang – allesamt profilierte Solisten und Professoren aus den Musikhochschulen in Berlin, Hamburg, München, Nürnberg und Rostock. Sie alle sind in Rutesheim bestens eingeführt.

Neu dabei ist Professor Denis Severin von den Musikhochschulen Genf-Neuchâtel und Bern, der den ausgesprochen nützlichen Kurs zum Thema „Effizientes Üben“ für alle Teilnehmer anbietet. Ein Jazz-Meisterkurs für Streicher und das Probespiel-Training von Jakob Spahn, Erster Solo-Cellist an der Bayerischen Staatsoper München, runden das Angebot ab.

Lesen Sie aus unserem Angebot: Mehr Bewerbungen als je zuvor

Momentan läuft das Auswahlverfahren für die Meisterkurse 2021. Und dazu lässt sich jetzt schon sagen: Das Niveau ist höher, die internationale Konkurrenz härter denn je – zumal angesichts der pandemiebedingt reduzierten Zahl der Plätze. Der Kurs für das Cello-Orchester wendet sich an Cellisten aus Deutschland und der ganzen Welt, bunt gemischt in Alter oder Leistungsniveau.

Mit dem Üben beginnen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bereits im Vorfeld: Sie bekommen Noten plus Anweisungen und Video-Tutorials vorab zugeschickt. So sind sie für die fünf hoch konzentrierten Tage vom 1. bis 5. November in Rutesheim vorbereitet, an denen sie ein einzigartiges Konzertprogramm aus exklusiv erstellten Arrangements für Cello-Orchester erarbeiten. Das Gelernte wird in einem großen Abschlusskonzert mit aufwendiger Light-Show präsentiert.

Konzerte sind als Video online

Als professionelle Konzertvideos aufbereitet, bleiben die Abende auch im Nachhinein online verfügbar. Die bisherigen Aufzeichnungen haben auf YouTube bereits mehr als eine Million Aufrufe erzielt. Damit die Spieler auf der Bühne nicht so eng zusammenrücken müssen, wurde die gewohnte Stärke von 120 dieses Mal halbiert. Alle 60 Plätze sind schon vergeben. Neu ist auch die Betreuung des Cello-Orchesters durch eine Doppelspitze.

Der international profilierte Cellist und Rutesheim-Stammgast Gunther Tiedemann (Musikhochschule Köln) teilt sich die Probenleitung mit dem prominenten Londoner Jazz- und Klezmer-Cellisten Rupert Gillett. Beide steuern auch je drei Arrangements zum Programm bei.

Kammermusik-Abende statt externer Festivalorchester

In Rutesheim begegnen und inspirieren sich international renommierte Dozenten und handverlesene junge Spitzenspieler. Kein Wunder also, dass die abendlichen Konzerte während der Akademie zusammen ein Cello-Festival auf Top-Niveau ergeben. Eine Neuerung, die ursprünglich aus Gründen des Coronaschutzes eingeführt wurde, verspricht einen interessanten künstlerischen Mehrwert – und könnte auch in den nächsten Jahren beibehalten werden: Die Unterscheidung zwischen Studenten- und Dozentenkonzerten wird in manchen Konzerten aufgehoben.

Die Konzerte mit einem externen Festivalorchester werden dieses Jahr ausgesetzt. Stattdessen stehen sechs Kammermusik-Abende auf dem Programm, die die Meisterkurs-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen sowie -Dozenten unter anderem in spontan formierten Ensembles zusammenführen. Das erste Konzert, der erste Kammermusikabend, findet am Sonntag, 31. Oktober, um 20.30 Uhr statt.

Tickets

Der Vorverkauf für Einzelkarten und das Festivalticket hat bereits begonnen. Karten gibt es beim Akademie-Büro telefonisch unter 0 71 52 / 3 19 54 77, im Netz bei Reservix, per Mail an verein@cello-akademie-rutesheim.de.

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