CDU-Neujahrsempfang in Leonberg Unprätentiös und unaufgeregt

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AKK wird von Oliver Zander (re.) und Marc Biadacz (hinten) in die Stadthalle geleitet. Foto: factum/Simon Granville

Leonberg - Oliver Zander ist sichtlich nervös, als die Menschen nach 18.15 Uhr in die Stadthalle strömen. „Wenn das so weitergeht, können wir irgendwann keinen mehr reinlassen“, prophezeit der Chef der Leonberger CDU. Und hat damit nicht Unrecht: Um halb sieben ist das Foyer der Stadthalle proppevoll.

In den Saal können die Gäste noch nicht. Da sind die Sicherheitskräfte zugange, die schon am Nachmittag die Stadthalle mit Spürhunden nach Sprengstoff abgesucht hatten. Wenn die Verteidigungsministerin kommt, herrscht höchste Sicherheitsstufe, gleichauf mit dem Bundespräsidenten oder der Kanzlerin.

Nur der Haupteingang ist geöffnet. Dort haben sich zumeist jüngere Parteimitglieder als eine Art Sicherheitsdienst postiert, der in der Außenwirkung aber sehr viel freundlicher daherkommt, als würden schwergewichtige Security-Männer die Pforten sichern. Auch die angekündigten Taschenkontrollen halten sich in überschaubaren Grenzen.

Auf dem Vorplatz stehen die Leonberger Polizei-Einsatzleiterin, Oberkommissarin Keck, und ihre Frauen und Männer postiert. Um viertel vor sieben fährt der Wagentross der Ministerin vor. Annegret Kramp-Karrenbauer, dezent begleitet von Leibwächtern mit Knöpfen im Ohr, wird von Oliver Zander, dem Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz und der Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz begrüßt.

Eine On-Off-Beziehung

Die Parteichefin und mögliche Kanzlerkandidatin gibt sich gewohnt unprätentiös. Umringt vom lokalen Begrüßungskomitee geht sie ins Foyer, aus dem sich die meisten in Richtung Saal verabschiedet haben. Geduldig lässt sie sich fotografieren und schreibt Autogramme.

Oliver Zander nennt den Kontakt zu AKK eine „On-Off-Beziehung“. Vor zwei Jahren hatte er die damalige Generalsekretärin eingeladen, nach ihrer Wahl zur Parteichefin aber nichts mehr von ihr gehört. Doch er ließ nicht locker.

„Ich bin froh, dass wir unsere Beziehung auf On gestellt haben“, erwidert sie und lässt erkennen, dass sie sich in der familiären Leonberger Atmosphäre wohl fühlt. Doch nach gut zwei Stunden ist sie weg – so unauffällig wie sie gekommen ist.

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