Bürgermeisterwahl in Weil der Stadt Ein Baden-Badener will ins Weiler Rathaus

Von
Alexander Schopf möchte Bürgermeister von Weil der Stadt werden. Foto: /Michael Fuchs

Weil der Stadt - Jetzt ist es schon ein Trio, das sich für den Chefposten im Weil der Städter Rathaus beworben hat: Nach dem gebürtigen Weil der Städter Ralf Boppel und dem Ersten Beigeordneten der Stadt, Jürgen Katz, hat nun auch Alexander Schopf aus Baden-Baden seinen Hut in den Ring geworfen.

Alexander Schopf lebt mit seiner Frau in Baden-Baden und war mehrere Jahre Teil der Geschäftsführung in dem Familienunternehmen „Druckerei Schopf GmbH“ in Gerlingen. Heute arbeitet er unter anderem als Geschäftsführer und Berater bei Gradu-Coach Wissenschaftscoaching & Kompetenzvermittlung. Der 43-jährige Naturwissenschaftler hat Erfahrungen in der Leitung von Verbänden mit bis zu 1500 Mitgliedern gesammelt, wie er erzählt. Zudem habe er viel Erfahrung in den Bereichen Umwelt, Energie, Digitalisierung und Bildung sowie in Bau- und Sanierungsprojekten gesammelt. Seine Mutter war jahrelang als Stadträtin von Gerlingen aktiv und hat ihn „schon von klein zu bürgerschaftlichem Engagement inspiriert“, sagt Alexander Schopf. Nun hat er sich entschieden, sich für das Bürgermeisteramt in Weil der Stadt zu bewerben.

Weil der Stadt soll „Bildungsstadt Nr. 1“ werden

Seine Schwerpunkte möchte Alexander Schopf in den Bereichen Bildung, Digitales Rathaus, Einkaufsmöglichkeiten und Gewerbe setzen, aber ebenso bei den Themen Erholung in der Natur, Fremdenverkehr, Gründerzentrum, Lebensraumgestaltung und Verkehr, für die er bereits viele Ideen habe. So soll Weil der Stadt beispielsweise „Bildungsstadt Nr. 1“ im Landkreis werden. Hierzu bedürfe es qualitativ starker und attraktiver Schulen, die den Schülern beste Zukunftschancen und lerngerechte Rahmenbedingungen ermöglichen. Der Neubau eines Bildungscampus steht ebenso auf dem Plan wie die Errichtung eines Gründerzentrums und die Ansiedlung einer Hochschule.

Ein bedarfsgerechtes Angebot von Kleingewerbeflächen sei wichtig für die Stadtentwicklung, so Schopf. Dies dürfe jedoch nur im Einklang mit der Natur der Stadt und Region geschehen. Sein Ziel: Im Dialog mit den Bürgern eine Konzeption zur gezielten Ansiedlung von Dienstleistern und Gewerbetreibenden erarbeiten.

Gerne möchte er den Erholungswert der Gegend in und um Weil der Stadt umweltschonend weiter erhöhen – mit einem sicheren Fahrradwegenetz, Wanderwegen und Lehrpfaden. Trotzdem spricht er sich deutlich gegen Massentourismus aus.

„Ausreichend Kinderspielplätze, Parkbänke für Senioren, Schulen mit Ganztagesangebot sind die Grundlage für ein lebenslanges Heimatgefühl von Jung und Alt, aber auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, postuliert er.

„Keiner der Ortsteile darf abgehängt werden“

Darüber hinaus möchte er sein Augenmerk auf den öffentlichen Nahverkehr richten. Dieser lasse Weil der Stadt, Merklingen, Schafhausen, Münklingen und Hausen näher zusammenrücken. „Der ÖPNV ist für alle da und muss für alle Bürger gute Angebote bereitstellen. Keiner der Ortsteile darf abgehängt werden.“ Zudem möchte er bestehende Konzepte für das Stadtseniorenmobil stärken und ein Bürgerbus-Projekt prüfen.

Die Wahl zum neuen Bürgermeister von Weil der Stadt ist am 2. August. Der amtierende Bürgermeister Thilo Schreiber (CDU) hatte im März verkündet, dass er nicht wieder antreten werde – 21 Jahre in einem Bürgermeisteramt seien genug. Als erstes brachte Ralf Boppel seinen Namen ins Spiel. Ende April verkündete Boppel, der mit seiner Frau in Weil der Stadt ein Geschäft für Schlafmedizin-Technik leitet und nebenbei als Stadtführer tätig ist, dass er das Amt des Bürgermeisters anstrebt. Ende Mai folgte Jürgen Katz. Der einstige Geschäftsführer der „LBBW Immobilien Kommunalentwicklung“ trat vor zwei Jahren die Nachfolge von Susanne Dornes als Erster Beigeordneter an und ist bei den Freien Wählern.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen