Bürgermeisterwahl in Heimsheim Jürgen Troll will wieder antreten

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2017 setzte Jürgen Troll als Bürgermeister den Spatenstich für das Baugebiet Lailberg II – ein Projekt, welches das Stadtbild stark geprägt hat. Auch weiterhin möchte der Bürgermeister die Entwicklung von Heimsheim aktiv begleiten. Foto: Andreas Gorr

Heimsheim - In Heimsheim ist 2021 Bürgermeisterwahl. Bewerbungen dafür können erst von Februar an eingereicht werden. Einer hat sich jedoch bereits jetzt dafür entschieden, nächstes Jahr antreten zu wollen: der amtierende Bürgermeister Jürgen Troll. „Das Amt eines Bürgermeisters ist zwar anstrengend und intensiv, für mich ist es aber nie eine Last, sondern vielmehr Ehre und Erfüllung zugleich“, gab er im Gemeinderat am Montag eine öffentliche Erklärung ab. „Meine Leidenschaft, mich für Heimsheim einzusetzen, ist ungebremst.“

Am 17. Juli 2021 endet die achtjährige Amtszeit von Jürgen Troll. Die Wahl fand am 21. April 2013 statt. Für die Wahlen 2021 hat die Verwaltung ein ähnliches Datum gewählt: den 25. April 2021. Das Datum hängt weitgehend mit der Amtseinsetzung zusammen, die Wahl darf frühestens drei Monate davor stattfinden. Aus dem Zeitpunkt der Wahl leiten sich die weiteren Termine ab: Die Stelle wird am 12. Februar 2021 öffentlich ausgeschrieben. Ab dem 13. Februar können Bewerbungen eingereicht werden, die Bewerbungsfrist endet am vierten Montag vor dem Wahltag, also am 29. März um 18 Uhr. Sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten, ist für den 16. Mai eine Neuwahl angesetzt.

Nicht ganz einfach sieht es mit der Kandidatenvorstellung aus. Die Gemeinde kann grundsätzlich allen Kandidaten, deren Bewerbungen zugelassen worden sind, eine Gelegenheit bieten, sich den Bürgern in einer öffentlichen Versammlung vorzustellen. Wann und wie sich das umsetzen lässt, hängt außer mit der Bewerberlage auch mit der Entwicklung der Corona-Pandemie zusammen. Die Verwaltung schlug daher vor, über dieses Thema erst zu befinden, wenn die Bewerbungsfrist abgelaufen ist und die Lage sich besser einschätzen lässt.

Stadtkernentwicklung als Herzensangelegenheit

„Ich ziehe zum Ende meiner ersten Amtszeit positive Bilanz“, sagte Jürgen Troll in der Sitzung. Die vielen Projekte und Veränderungen der vergangenen acht Jahre wolle er gar nicht alle aufzählen, „aber ich kann und darf feststellen: Wir waren erfolgreich“. Damit bezog er sowohl Gemeinderat und Verwaltung als auch die Bevölkerung mit ein.

„Ich habe schon immer vorgehabt, es nicht bei einer Amtszeit zu belassen“, erzählt Jürgen Troll im Gespräch mit unserer Zeitung. „Denn es gibt so vieles, was man in einer Amtszeit gar nicht schaffen kann.“ Die endgültige Entscheidung habe er aber erst in den vergangenen paar Monaten gefällt, als die Wahl langsam nähergerückt war.

In den nächsten Jahren möchte er noch einiges bewegen, sagt der Heimsheimer Bürgermeister. „Allein die Stadtkernentwicklung, die wir jetzt erfolgreich angestoßen und vorangebracht haben.“ Im Hintergrund ist bereits viel passiert, von der Bürgerbeteiligung über Analysen bis hin zu den Förderanträgen. Mittlerweile liegt der Förderbescheid vor, und der städtebauliche Entwurf steht. Nach außen ist aber noch nicht viel zu sehen. „Nun möchte ich das Projekt natürlich auch in der Umsetzung aktiv begleiten und das Ergebnis sehen.“ Ein weiteres Thema, das ihm am Herzen liegt, ist die Digitalisierung, der Breitbandausbau. „Das geht im Enzkreis gut voran. Ich rechne damit, dass wir bis 2024 in Heimsheim flächendeckend Glasfaser haben werden.“

Auch wenn er sich für die Kandidatur schon entschieden hat, in den aktiven Wahlkampf will er erst einsteigen, wenn die Bewerbungsfrist läuft und sich die Lage besser einschätzen lässt.

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