Blitzeinschlag in Renningen Dachstuhl brennt lichterloh

Von Kathrin Klette
Dichter Qualm steigt aus dem Renninger Wohnhaus auf. Foto: SDMG/Dettenmeyer

Mitten in der Nacht in Großaufgebot der Feuerwehr in der Renninger Ortsmitte, von einem Mehrfamilienhaus in der Bahnhofstraße steigt dichter Rauch auf: Gegen 0.45 Uhr am Montag schlägt ein Blitz in das Dach ein, der Dachstuhl brennt lichterloh. Die Feuerwehr kann das Feuer zügig unter Kontrolle bringen, Menschen werden nicht verletzt. Die oberste Wohnung ist trotzdem zunächst nicht bewohnbar.

Der Blitz schlägt im Kamin ein

Während eines Gewitters war der Blitz in den Kamin des Hauses eingeschlagen. Trotz moderner Techniken wie Blitzableitern ist so etwas nie ganz ausgeschlossen, erklärt der Renninger Feuerwehrkommandant, Erhard Mohr. „Kamine oder Dachständer sind typische Einschlagstellen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.“

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl bereits voll in Flammen. Für die Brandbekämpfung mussten die Ziegel zum Teil entfernt werden. „Aufgrund der Größe des Dachs mussten wir außerdem zusätzlich die Drehleiter der Feuerwehr Leonberg anfordern“, berichtet der Kommandant. Letztlich sei der Brand aber zügig gelöscht worden. Gegen 4 Uhr konnten sämtliche Feuerwehrleute wieder abziehen.

Keine Rauchentwicklung in der Wohnung

„Das Dach war gut isoliert, in der Wohnung darunter gab es deshalb zum Glück keinerlei Rauchentwicklung“, sagt Erhard Mohr. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten die Bewohner das Haus bereits verlassen, es gab keine Verletzten. Trotz der ausbleibenden Rauchentwicklung im Haus ist die oberste Wohnung zunächst nicht bewohnbar, da Löschwasser durch die Decke gedrungen ist. Auch der Strom musste daher abgestellt werden. Die Bewohner der obersten Wohnung konnten vorübergehend bei Bekannten unterkommen. Die restlichen Etagen konnten nach den Löscharbeiten wieder bezogen werden.

Während der Löscharbeiten wurde zudem ein geparktes Auto beschädigt. Neben drei Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Leonberg waren die Feuerwehr Renningen sowie der Rettungsdienst mit vielen Kräften im Einsatz. Der Gesamtschaden beläuft sich geschätzt auf rund 50 000 Euro.

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