Bettina Korintenberg wechselt ans ifa Stabwechsel am Charlottenplatz

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Bettina Korintenberg wechsel vom ZKM Karlsruhe nach Stuttgart Foto: Paula Faraco

Stuttgart - Reisen bildet, manchmal liegt einem die Welt aber auch so zu Füßen. Mehr als 1500 internationale Künstlerinnen und Künstler haben bereits in der Stuttgarter Galerie des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) ausgestellt. Sie kamen aus Asien oder Afrika, Lateinamerika oder Südosteuropa – und meist war es Iris lenz, die sie nach Stuttgart einlud. 25 Jahre lang hat Iris Lenz die ifa-Galerie Stuttgart geleitet und als ein „Schaufenster in die Welt“ verstanden. Nun sagt sie Adieu – zum Jahresende geht die Ausstellungsmacherin in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin ist bereits ernannt: Bettina Korintenberg. Sie kommt vom ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, wo sie seit vier Jahren als Kuratorin und Projektleiterin tätig war.

Korintenberg interessiert das Zusammenspiel von Kunst und Gesellschaft

Aufgewachsen ist Bettina Korintenberg, 1984 geboren, in Mainz. Sie hat in Freiburg und Lüneburg Kulturwissenschaften, Hispanistik und Germanistik studiert. Ihre Doktorarbeit beschäftigt sich mit dem Museum als Heterotopie in postkolonialer Perspektive. 2010 ging Korintenberg an das Vitra Design Museum in Weil am Rhein. 2016 wurde sie dann Kuratorin am ZKM und hat sich mit dem Zusammenspiel von zeitgenössischer Kunst, Architektur und Gesellschaft beschäftigt. So war sie eine der Kuratorinnen der Ausstellungen „Critical Zones. Observatories for Earthly Politics“, „Michael Bielicky. Perpetuum Mobile“ und „Digital Imaginaries. Africas in Production“.

Bettina Korintenberg sei „mit ihrer kuratorischen und kulturwissenschaftlichen Expertise eine ausgezeichnete Besetzung“, sagte Ellen Strittmatter, die Leiterin der Abteilung Kunst am ifa. Als Leiterin der ifa-Galerie Stuttgart am Charlottenplatz ist Bettina Korintenberg aber auch verantwortlich für die ifa-Galerie in Berlin. Die Ausstellungen und Veranstaltungen des Instituts für Auslandsbeziehungen beschäftigen sich mit internationaler Gegenwartskunst und aktuellen kultur- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen.

Iris Lenz hat zahlreiche Architektur-Projekte initiiert

Bis Ende Februar läuft in der ifa-Galerie Stuttgart die Ausstellung „Fibra“, die sich mit zeitgenössischer Architektur aus Pflanzenfasern beschäftig, wegen der Corona-Verordnung derzeit allerdings geschlossen ist. Architektur spielte eine große Rolle im Programm von Iris Lenz. Schon während ihren Studiums der Kunstgeschichte arbeitete Lenz nebenbei in einem Architekturbüro. Neben zahlreichen Architektur-Projekten initiierte sie zum Beispiel auch die Reihe „Islamische Welten“ oder stellte den iranischen Film vor. Vor ihrer Stuttgarter Zeit leitete Iris Lenz bereits die ifa-Galerie in Bonn, die 1995 geschlossen wurde.

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