Betrugsmaschen Enkeltrick, falsche Finanzbeamte und Unfälle

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Die Polizei rät dringend, keine persönlichen Daten am Telefon rauszugeben und die Polizei zu informieren, wenn einem etwas verdächtig vorkommt. Foto: dpa/J. Stratenschulte

Leonberg - Ganoven am Telefon werden immer erfinderischer, wenn es darum geht, gutgläubigen Opfern ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Polizeibeamte, die von festgenommenen Einbrechern in der Nachbarschaft berichten oder die Überbringer der freudigen Nachricht eines Lotteriegewinns, der mit Vorausgebühren verbunden ist, sind dabei hinlänglich bekannt. Ebenso die angeblichen Enkel oder andere nahe Verwandte, die einen schweren Unfall hatten oder sich ein Immobilienschnäppchen gesichert haben und daher dringend Geld brauchen.

Die Betrüger sind hartnäckig

Am Donnerstag rief ein angeblicher Finanzbeamte bei mehreren Menschen in Ludwigsburg an und versuchte, sie dazu zu bewegen, angeblich offene Forderungen des Amtes zu begleichen. Ein angeblicher Bankmitarbeiter meldete sich am Donnerstagnachmittag bei einem älteren Herrn in Böblingen und erklärte, dass die Bank eine offenbar unberechtigte Abbuchung von dessen Konto nach Osteuropa festgestellt habe. Für eine noch mögliche Rückbuchung sollte der Mann seine Kontodaten telefonisch übermitteln.

Die angebliche Mitarbeiterin der Rechtsabteilung einer Bank rief am Freitagvormittag bei einer Frau in Freiberg am Neckar an und erklärte, dass ihr aufgrund von Schulden aus einem Gewinnspiel die Sperrung ihres Kontos drohe. Wenig später meldete sich ein vermeintlicher Rechtsanwalt, der vorgab, sich für die Frau einzusetzen und die offenen Forderungen herunterzuhandeln. Den Rest müsse sie jedoch umgehend überweisen.

Die „Vollzugsbehörde Stuttgart“ meldete sich am Mittwoch mit einem angeblichen Vollstreckungsbescheid telefonisch bei einer Frau in Schönaich. Durch das Drücken einer bestimmten Taste gebe es jedoch die Möglichkeit, sich einer außergerichtlich zu einigen. In diesen und weiteren Fällen waren die Angerufenen gut informiert, erkannten im Verlauf der Gespräche die Betrugsabsichten und verständigten die Polizei.

Das rät die Polizei

Kommen Sie in keinem Fall telefonischen Geldforderungen nach. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten und keine Kontodaten preis. Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen. Kommen Sie keinen Aufforderungen zur Weiterleitung von Gesprächen nach und rufen Sie nicht über Nummer zurück, die Ihnen am Telefon übermittelt wurden. Beenden Sie verdächtige Gespräche und informieren Sie die Polizei.

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