Baumpflanzaktion in Wimsheim Es sollen Eichen anstatt Christbäume wachsen

Von
Am Waldrand zwischen Wimsheim und Wurmberg wird der Eichenmischwald gepflanzt. Foto: Jürgen Bach

Wimsheim - Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis aus den 4200 Bäumen, die die Firmen Altatec GmbH und Camlog Vertriebs GmbH der Gemeinde Wimsheim gespendet haben, ein stattlicher Wald geworden ist. Aber ein Anfang ist gemacht.

In dieser Woche trafen sich die Geschäftsführer Markus Stammen, Martin Lugert und Daniel Balduf der zur Camlog-Gruppe gehörenden Unternehmen mit dem Wimsheimer Bürgermeister Mario Weisbrich und dem Revierförster Rolf Müller, um eine Handvoll Eichen zu setzen und damit symbolisch den Startschuss für das Aufforstungsprojekt zu geben, das von einer Fachfirma umgesetzt wird.

Klimastabiler Eichenmischwald

Wo seither eine Weihnachtsbaumplantage stand, soll bald ein klimastabiler Eichenmischwald wachsen. Die Gemeinde konnte am Waldrand östlich der Landesstraße zwischen Wimsheim und Wurmberg insgesamt 2,5 Hektar Fläche aufkaufen, die sie sukzessive aufforsten will. Auf rund 11 000 Quadratmeter davon sollen jetzt die von dem in Wimsheim ansässigen Spezialisten für Zahnimplantate gesponserten Bäume gedeihen.

Der Revierförster Rolf Müller, der den Wimsheimer Forst mit rund 150 Hektar Fläche seit Jahren betreut, wies darauf hin, dass es sich bei der Fläche, auf der jetzt ein neuer Wald entsteht, um ein ökologisch wertvolles Gebiet handelt, wo beispielsweise immer wieder Störche zu beobachten seien.

Neben Eichen sollen dort auch Kirschen, Linden, Hainbuchen und Elsbeeren wachsen. In Richtung der freien Landschaft soll ein abgestufter Waldrand ausgebildet werden aus Feldahorn, Wildbirne, Wildapfel und verschiedenen Sträuchern. Die Gemeinde Wimsheim setzt bei der Bewirtschaftung schon länger auf nachhaltige Forstwirtschaft und wurde als Nabu-Naturwaldgemeinde ausgezeichnet.

10 000 Euro Spendengelder

Er freue sich sehr, erklärte Bürgermeister Mario Weisbrich, dass Altatec-Camlog – die beiden Firmen sind der größte Arbeitgeber in der Gemeinde – mit ihrer Spende von 10 000 Euro die Anpflanzungen ermöglicht. Der Camlog-Geschäftsführer Markus Stammen sagte, dass für die beiden im medizintechnischen Bereich tätigen Unternehmen Gesundheit und Nachhaltigkeit zusammengehörten. „Deswegen unterstützen wie solche Projekte, besonders, wenn wir im lokalen Umfeld etwas für die Umwelt tun können.“ Auch im sozialen Bereich engagierten sich die Unternehmen, fügte Geschäftsführer Markus Stammen hinzu. Der Sportverein in Wimsheim werde gefördert, und der Gemeinde habe man Masken und Desinfektionsmittel gespendet.

Die Altatec GmbH möchte ihren Firmensitz im Gewerbegebiet Breitloh-West weiter ausbauen. Der Gemeinderat hat vor Kurzem einer Bauanfrage für den Anbau eines Labor- und Produktionsgebäudes zugestimmt.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen