Bauermarkt in Weil der Stadt Kuh Elsa lädt wieder ein

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Die Strohkuh-Elsa ist im Ort bekannt. Foto: factum/Bach

Weil der Stadt - Eine ältere Dame ist sie mittlerweile, die Kuh Elsa, und trotzdem immer noch fleißig. Und wenn ihr Besitzer, der Schafhausener Landwirt Thomas Haug, noch genaueres über das Rindvieh wissen will, dann zückt er einfach ein Handy. Die passende App hat alle Tiere in seinem Stall unter Kontrolle. „145 Monate ist sie alt, und hat schon zwölf Kälber geboren“, berichtet Haug. 104 000 Liter Milch hat Elsa auch schon gegeben.

Und in jedem Herbst hat sie noch ein ganz besonderes Ehrenamt. Denn dann steht der alljährliche Bauernmarkt vor der Tür und Elsa – beziehungsweise ihre in Stroh ausgestopfte Kollegin – weist dann neben dem Feuerwehr-Kreisverkehr auf die Veranstaltung hin.

Elsa war die schönste Kuh der Stadt

„Ja“, erinnert sich Thomas Haug. „Vor einigen Jahren hat man die Strohkuh aufgestellt und nach einem Namen gesucht.“ Welches ist denn die schönste in Weil der Stadt, haben sich die örtlichen Landwirte gefragt. „Da hat Elsa dann gewonnen“, erinnert sich der 36-Jährige. Seitdem fahren die Haugs in jedem Herbst Strohballen zum Kreisel, fünf große und sechs kleine, und stecken die Kuh zusammen. „Das ist schon viel Bastelarbeit“, erklärt Thomas Haug.

Dennoch macht er es gern, klar, denn der Bauernmarkt hat schon Tradition. Seit 14 Jahren bauen die örtlichen Landwirte im September im Spital ihre Stände auf und verwandeln das alte Gehöft in einen großen, vielfältigen und bunten Freiluft-Bauernhof mit Obst, Gemüse, Fleisch und Würsten. Zwischendrin springen kleine Häschen, Kälber und Küken und bieten ihr Fell zum Streicheln feil.

Lokal und gesund – besser geht es doch nicht

„Der Bauernmarkt passt gut in die Marktstadt Weil der Stadt“, findet auch der Bürgermeister Thilo Schreiber, dessen Stadtverwaltung den Markt organisiert. „Und das Spital bietet einfach ein tolles Ambiente.“ Der Schultes sieht in dem Markt auch ein wenig Unterstützung der örtlichen Landwirtschaft. „Ich sage immer: Die Leute sollen nicht nur an diesem einen Tag bei den Bauern kaufen, sondern das ganze Jahr über“, findet Schreiber. Lokal und gesund – besser gehe es doch nicht.

Und die Strategie geht auf, bestätigt die Bio-Landwirtin Elena Riehle. „Ich sehe bei mir im Hofladen immer Leute, die über den Bauernmarkt auf uns aufmerksam geworden sind“, berichtet sie. Die Produkte vom Feld direkt an die Verbraucher zu bringen – ohne Zwischenhandel – das sei das Ziel, deshalb beteiligen sich die Riehles am Bauernmarkt.

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