Badminton in Korntal und Gerlingen Die erste Saisonhälfte wird gestrichen

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Im Badminton-Spielbetrieb wird erst einmal alles auf Null gestellt. Foto: Baumann

Gerlingen/Korntal-Münchingen - Der baden-württembergische Badminton-Verband hat als erster die Reißleine gezogen. Noch vor dem für dieses Wochenende terminierten zweiten Liga-Spieltag entschied der Spielausschuss zunächst, die gesamte Hinrunde in allen Klassen unterhalb der Baden-Württemberg-Liga abzusagen. Nun folgte auch das vorläufige Aus für diese Spielklasse.

In seiner Begründung berücksichtigt der Ausschuss zwar, dass Mannschaftsbegegnungen in Baden-Württemberg auch nach Inkrafttreten der neuen Corona Verordnung Sport vom 23. Oktober in Baden-Württemberg nach wie vor möglich sind, verweist aber gleichzeitig auf die in einigen Regionen von Landkreisen, Städten und Gemeinden verschärften Bestimmungen. Von solchen Beschränkungen würden manche Staffeln stärker und andere weniger stark betroffen sein. Weiter heißt es: „Der derzeitige Trend des Infektionsgeschehens lässt leider nicht erwarten, dass ein landesweiter Spieltag am 31. Oktober für alle Heimvereine austragbar sein wird. Hinzu kommt, dass die aktuell erlassenen Beschränkungen wenigstens bis Ende November aufrecht erhalten werden und somit ein weiterer Spieltag am 21. November in ähnlicher Weise betroffen sein wird.“

„Freundschaftsspiele“ sind möglich

Die dadurch zu erwartende Menge an Spielverlegungen und Neuansetzungen in Teilen von oder in ganz Baden-Württemberg sieht der Spielausschuss als nicht mehr umsetzbar an. Den jeweiligen Vereinen wird freigestellt, die angesetzten Begegnungen auf freiwilliger Basis als „Freundschaftsspiele“ auszutragen. Über Austragung und Wertung der Rückrunde soll zu einem späteren Zeitpunkt (voraussichtlich Anfang Januar) beraten und entschieden werden.

Gesondert wurde die Baden-Württemberg-Liga betrachtet, als Schnittstelle zur Bundesebene. Den Teams bleibt es überlassen, die Hinrunde mit Wertung weiterzuführen, um am Ende einen Teilnehmer für die Relegationsrunde zur Regionalliga Südost benennen zu können. Die Entscheidung, dass genauso verfahren wird wie in den anderen Ligen, fiel aufgrund eines mehrheitlichen Votums der Vereine. Philipp Espenschied, Abteilungsleiter und Spieler des TSV Korntal, der mit der SG Feuerbach/Korntal in der Baden-Württembergliga um Punkte kämpft, war schon zuvor davon ausgegangen, dass auch hier der Ligabetrieb zunächst ausgesetzt wird. „Emmendingen und Fellbach haben bereits abgesagt, und wir waren noch in der Klärung“, sagt Espenschied. Von möglichen „Freundschaftsspielen“ hält er nichts: „Entweder wir sagen, wir machen das Ganze regulär, oder lassen es aufgrund der aktuellen Thematik bleiben und bestreiten dann aber auch gar keine Spiele.“

Korntaler Vorstand reagiert schnell

Der Trainingsbetrieb in Korntal und Feuerbach läuft derzeit unter den geltenden Hygienebestimmungen vorerst weiter. Ein Kompliment spricht Philipp Espenschied in dem Zusammenhang dem Vorstand des TSV Korntal aus: „Die haben in Höchstgeschwindigkeit ein super Konzept bereit gestellt.“

Auch bei der KSG Gerlingen wird in diesem Jahr nicht mehr um Punkte gespielt. Die höchstklassige Mannschaft ist in der Württembergliga angesiedelt. Nicht nur im Aktiven-, auch im Jugendbereich ist Sendepause. Marcus Gall, stellvertretender KSG-Abteilungsleiter und zugleich Jugendbezirkswart Nordwürttemberg, hat das für den 12. Dezember in Gerlingen vorgesehene Regional-Ranglistenturnier der Jugend abgesagt.

„Das ist sehr schade für die Jugendlichen. Denn sie haben nur wenig Spiel-Möglichkeiten“, bedauert Gall. Zuletzt hatte vor rund zehn Tagen in Aalen ein Bezirksranglisten-Turnier stattgefunden. Dort wurde auf die Doppel verzichtet, um so zu gewährleisten, dass die verschiedenen Altersklassen zu unterschiedlichen Zeiten in der Halle sind. Mit Ausnahme auf dem Spielfeld galt für die gesamte Aufenthaltsdauer in der Halle Maskenpflicht. „In Bezug auf die Mitgliederwerbung ist das im Moment natürlich nicht gut“, sagt Marcus Gall, verbunden mit der Hoffnung, im Frühjahr 2021 wieder zur Normalität zurückkehren zu können.

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