B 464 zwischen Böblingen und Renningen Die Warntafeln werden gewechselt

Von Elisa Wedekind
Mit dieser Botschaft appellieren Landratsamt und Polizei an die Autofahrer. Foto:  

Renningen/Böblingen - Nach einer Reihe schwerer Unfälle mit mehreren Toten auf der B 464 zwischen Böblingen und Renningen im vergangenen Jahr hat der Landkreis Böblingen Hinweistafeln aufgestellt, damit Autofahrer ihre Fahrweise anpassen und Abstand zum Vordermann halten. Am Donnerstag, 30. April, werden die bisherigen Tafeln gegen neue ausgetauscht, die vor Ablenkung warnen. Darauf zu lesen: Finger vom Handy.

Viele Unfälle passieren, weil Autofahrer unaufmerksam und abgelenkt sind Schnell mal eine SMS lesen, kurz eine Nachricht tippen – so ist das Handy mittlerweile Hauptursache für ein großes Aufmerksamkeitsdefizit im Straßenverkehr. Bei einer Geschwindigkeit 100 Kilometern pro Stunde bewegt sich ein Auto immerhin 28 Meter in der Sekunde fort, bei wenigen Sekunden Ablenkung ergibt das einen weiten Blindflug. Landrat Roland Bernhard mahnt daher: „Passiert etwas Unvorhergesehenes auf der Strecke, ist jeder Augenblick entscheidend, um sofort zu reagieren. Es ist daher wichtig, dass Autofahrer sich ganz auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren und das Handy nicht zur Hand nehmen.“

Die Polizei und der Landkreis Böblingen hatten sich auf verschiedene Maßnahmen verständigt, um schwere Verkehrsunfälle auf der B 464 wirksamer zu verhindern. Ein wichtiger Baustein sind Geschwindigkeitsüberwachungen. Die Polizei kontrolliert bereits punktuell. Diese Kontrollen möchte das Landratsamt ergänzen, und zwar mit einem sogenannten M, ein teilstationäres Überwachungsgerät, das mehrere Tage an einer Stelle eingesetzt werden kann.

Neben den Hinweisschildern und der Überwachung wurde die Geschwindigkeit auf 90 Stundenkilometer auf dem Streckenabschnitt zwischen Darmsheim bis zum „Lückenschluss“ mit der B 295 bei Renningen begrenzt. Auf diesem Teilstück soll eine doppelt durchgezogene Linie ein Überholverbot markieren. Die Doppellinie wird zudem profiliert ausgeführt, sodass Fahrer auch akustisch gewarnt werden, wenn sie auf die Linie fahren. Dies soll bei der geplanten Fahrbahndeckensanierung umgesetzt werden.

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Auf dem gesamten Streckenabschnitt sind Nothalte-Buchten geplant. Damit besteht die Möglichkeit, dass havarierte Fahrzeuge sicher neben der Fahrbahn abgestellt werden können und der Stau bei Unfällen reduziert wird.

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