Atrio Leonberg Weg von der Außenanlage und der Ausgrenzung

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Viele Bewohner arbeiten in der Höfinger Werkstatt von Atrio Foto: cf/Atrio

Leonberg - Mit dem Ziel, so viel Selbstbestimmung und Selbstständigkeit wie möglich und so viel Versorgung und Begleitung wie nötig anzubieten, hat seinerzeit die Behindertenhilfe Leonberg, die Vorgängerin von Atrio, in Höfingen ein Zuhause für 24 behinderte Menschen geschaffen.

Lange Suche nach einem Grundstück

Bereits im September 1995 meldete die Behindertenhilfe Leonberg dem Landeswohlfahrtsverband Württemberg-Hohenzollern den Bedarf von 24 Wohnplätzen. Sechs Jahre später sind die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in die Wohnanlage in der Pforzheimer Straße in Höfingen eingezogen.

Lange Suche nach einem Grundstück

Dazwischen lag die langwierige und schwierige Suche nach einem geeigneten Grundstück. Wilfried Gaißert, der damalige Vorsitzende der Behindertenhilfe, hat zunächst in Ditzingen, Gerlingen und Renningen nachgefragt. Fündig wurde man in Höfingen, und dieses Grundstück hat voll den Vorstellungen des Vereins entsprochen – Wohnen in zentraler Lage, eingebunden in eine örtliche Gemeinschaft, weg von der Außenanlage, weg von der Ausgrenzung.

Unterstützung hat es auch von der Stadt Leonberg gegeben, denn mit dem neuen Haus wurde auch ein Beitrag zur Höfinger Ortskernsanierung geleistet. Ein maroder Altbau musste für den Neubau weichen.

Als damaliger Stadtkämmerer hat Wilfried Gaißert finanzielle Unterstützung von vielen Seiten für das 5,4 Millionen Mark teure Projekt zusammengetragen. 1,3 Millionen Mark kamen vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, rund 1,4 Millionen Mark vom Landeswohlfahrtsverband Württemberg-Hohenzollern, 500 000 Mark steuerte das Stuttgarter Sozialministerium bei, mit 400 000 Mark förderte Aktion Mensch das Projekt. 1,75 Millionen Mark waren Eigenmittel des Vereins sowie Kredite.

Die ersten Ruheständler

In 16 Monaten Bauzeit sind 20 Plätze (in Wohngruppen mit vier und sechs Plätzen), vier Wohnplätze in zwei Appartements sowie zwei Mitarbeiterwohnungen entstanden, zudem Kommunikationsräume und Begegnungsstätten. Das neue Haus war für Beschäftigte der Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Höfingen und Leonberg als Ort zum Leben und Wohnen vorgesehen.

Auch an die ersten Ruheständler der Werkstätten wurde gedacht, und Kommunikations- und Betreuungsräume für die Tagesbetreuung sowie Plätze für schwerstbehinderte Menschen, die Förder- und Betreuungsgruppen besuchen, wurden geplant.

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