GHR in Leonberg „Online ist gut, Präsenzunterricht aber besser“

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Die Gerhart-Hauptmann-Realschule ist außen eine Baustelle, denn sie bekommt eine energiesparende Fassade. Foto: Simon Granville

Leonberg -

An welcher Schule melde ich mein Kind an und welche ist am besten geeignet? Diese Fragen stellen sich derzeit viele Eltern, deren Kinder die vierte Grundschulklasse besuchen und die sich nun für eine weiterführende Schule entscheiden müssen. Normalerweise würde man sich direkt vor Ort erkundigen. Doch der dafür vorgesehene „Tag der offene Tür“ fällt in diesem Jahr pandemiebedingt aus. Somit fehlt das persönliche Kennenlernen der Lehrkräfte, der Schulleitung, der neuen Mitschüler und natürlich des Schulgebäudes. Ähnlich wie der Unterricht verlagert sich daher die Präsentation der Schulen ins Netz.

„Gut, wenn die Homepage der Schule umfassend über die Schulform und die Besonderheiten der Schule informieret – wie auf der Website der Gerhart-Hauptmann-Realschule“, rührt der neue Rektor Marc Schwarz die Werbetrommel für seine Schule. Hier könnten sich Grundschulkinder und ihre Eltern einen Imagefilm anschauen und den Schülersprechern auf einem virtuellen Rundgang durchs Schulhaus folgen.

Gut ausgestattet

Die GHR ist modern ausgestattet. Alle Klassenzimmer sind mit digitaler Tafel, Dokumentenkamera und Laptops ausgestattet. Außerdem gibt es Schul-WLAN. Für den Unterricht stehen zusätzlich iPads zur Verfügung, falls es etwas zu recherchieren gibt oder digitale Anwendungen im Unterricht eingesetzt werden. Die Stadt stellt die nötigen Tablets, die sich Jugendliche ausleihen können, wenn zu Hause kein digitales Endgerät für den Unterricht vorhanden ist.

Die Gerhart-Hauptmann-Realschule ist eine der am besten digital ausgestatteten Schulen in Leonberg. Positives Feedback gibt es häufig. Dies ergab ein Online-Umfragebogen, der vor den Faschingsferien von Eltern und Schülern ausgefüllt wurde. Einige Antworten: „Ich bin begeistert, wie die Schule diese abrupte Umstellung geleistet, wie sie sich sogar verbessert und sich vorsorglich angepasst hat, das merkt man als Schüler und Eltern.“ Oder: „Wir werden gemeinsam diese Zeit so gut wie möglich schaffen.“

„Positive Äußerungen gibt es auch dazu, wie die Lehrkräfte während des Lockdowns die Kommunikation fortführen und den Lernerfolg ihrer Klassen im Blick haben“, sagt der Schulleiter Marc Schwarz zufrieden. Die Schulleitung nimmt deshalb immer wieder mit den Eltern Kontakt auf, informiert und gibt solche Umfragen in Auftrag, um zu wissen, womit die Schüler und Eltern zufrieden sind und wo es noch etwas zu verbessern gibt.

Etablierte Lernplattform

Das geht nur, wenn sich das Kollegium ständig fortbildet, um den Anforderungen des digitalen Lernens gerecht zu werden und Abwechslung in den Fernlernunterricht zu bringen. Als große Hilfe erwiesen hat sich eine bereits vor der Schulschließung an der GHR etablierte Lernplattform. Die erleichtert den Austausch im Kollegium, ermöglicht einen direkten Kontakt mit den Schülern und hat sich als verlässliches Mittel erwiesen, um den Onlineunterricht zu gestalten. „Wir sind jedoch froh, wenn die Kinder wieder in den Präsenzunterricht kommen können. Denn nichts kann den realen Kontakt ersetzen“, sagt der Schulleiter.

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