American Football Als hätte es nie eine Pause gegeben

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Der breite Kader ist ein Grund für den guten Saisonstart der Alligators. Foto: /Andreas Gorr

Leonberg - Es war, als hätte ganz Leonberg darauf gewartet, dass endlich wieder American Football gespielt wird: Rund 150 Zuschauer hatten am Samstag trotz strenger Corona-Auflagen den Weg in den Lewa-Sportpark gefunden und sorgten mächtig für Stimmung beim ersten Saisonspiel der Leonberg Alligators in der Landesliga. Und der Aufsteiger trat auf, als hätte es nie eine coronabedingte zweijährige Spielunterbrechung gegeben: Wie in der letzten gespielten Runde im Sommer 2019 zeigten die Alligators schon beim ersten Auftritt enorm viel Biss und überrollten die Ostalb Highlanders aus Heidenheim mit 53:7.

Alligators benötigen einen Weckruf

Allerdings: Wie auch häufig in der vergangenen Runde benötigten die Leonberger zu Beginn einen Weckruf in Gestalt eines Rückstands. Die ersten Punkte der Partie gelangen den Gästen von der Ostalb, die durch einen Touchdown nebst anschließendem Extra-Kick mit 7:0 in Führung gingen. „Das war ein schön gespielter Drive mit einem starken Running Back des Gegners, auch wenn wir mit Unachtsamkeiten in der Defense unseren Teil dazu beigetragen haben“, erklärte der Alligators-Coach Fabian Hoyer.

Doch die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten: Marcel Grandi fing den Ball in der Endzone der Gäste und sorgte mit dem ersten Touchdown der Alligators in der neuen Saison für den 7:7-Ausgleich. Im zweiten Viertel zeigten die Leonberger ihr spielerisches Können: Running Back Lukas Dank mit einem Laufspielzug über wenige Yards und Running Back Anas Zeddoug, der einen hohen Pass von Quarterback Theophil Hammann aus 23 Metern sicher fing, sorgten mit zwei weiteren Touchdowns für die 20:7-Halbzeitführung der Alligators. Auffällig war zum einen, dass Hammann für seine Pässe viel Zeit hatte, weil ihm seine so genannte Offensive Line die Gegenspieler stets lange vom Hals hielt. Zum anderen brachten die so genannten Special Teams, die nur für kurze Zeit aufs Spielfeld kommen und normalerweise selten im Blickpunkt stehen, die Alligators immer wieder in aussichtsreiche Positionen.

Gastgeber stellen Weichen auf Sieg

Kurz vor der Halbzeit scheiterten die Alligators zwar noch mit einem Trickspielzug, doch innerhalb von zwei Minuten zu Beginn des dritten Viertels stellten die Gastgeber die Weichen endgültig auf Sieg. Zunächst punktete Tim Steinle zum 26:7, als er den Ball nach einem Punt-Block in der gegnerischen Endzone aufnahm, anschließend trug Lukas Dank den Ball über 35 Yards zu seinem zweiten Touchdown, sodass es nach zwei jeweils erfolgreichen Extra-Kicks 34:7 stand.

Quarterback Theophil Hammann mit einem Sololauf über 60 Yards, Tobias Egeler und Lukas Dank mit seinem dritten Touchdown sorgten für den 53:7-Endstand. Headcoach Hoyer konnte es sich in der zweiten Hälfte erlauben, seinen jüngeren Akteuren Spielzeit zu geben: „Bei einer klaren Führung fällt das leichter, unser breiter Kader war ein Grund für den deutlichen Erfolg.“ Als Kampfansage an den vermeintlich härtesten Aufstiegskonkurrenten Heidelberg Hunters, der mit zwei Kantersiegen in die Saison gestartet ist, will er den Sieg allerdings nicht verstanden wissen. „Es wird auf das direkte Duell ankommen, nicht auf die Punktedifferenz““, erklärte er. Am nächsten Samstag (15 Uhr) sind zunächst einmal die Ludwigsburg Bulldogs im Lewa-Sportpark zu Gast.

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