Altkreis Leonberg Viele Gründe für viele Feste

Von Franziska Kleiner
Die Verbindungsstraße zwischen Weissach und Flacht wurde am Wochenende zur Flaniermeile umfunktioniert. Vor 50 Jahren wurden die zwei Dörfer zu einer Gemeinde. Foto: Jürgen Bach

Eine Verbindungsstraße, sonst viel befahren, für Autos gesperrt und zur Flaniermeile umfunktioniert, auf der Kinder umherspringen und Erwachsene schlendern: das ist die Situation am Sonntagnachmittag zwischen Weissach und Flacht. Etliche Vereine und Unternehmen der Gemeinde hatten weiße Pavillons aufgebaut, um sich darunter zu präsentieren. Selbst wenn nicht alle dabei sind, so zeigt sich auf der rund zwei Kilometer langen Trasse doch die Vielfalt, welche das gesellschaftliche Leben der Gemeinde heute prägt.

Auch Gäste aus der Nachbarschaft waren gekommen, unter ihnen Thomas Fritsch, Bürgermeister von Mönsheim. Hier wie dort wird er freundlich begrüßt. Viele aus dem Ort sind gekommen, ob mit Kinderwagen oder Rollator, um zu schauen und Bekannte zu treffen. Hier ein „Hallo“, hier ein Plausch auf der Straße, dort ein Gespräch auf einem der Bänke, die vor der Bühne bei der Strudelbachhalle aufgestellt wurden.

Ein Fest zur Goldenen Hochzeit

50 Jahre ist die Eingemeindung im Kontext der Kreisreform her, als die bis dahin eigenständigen Dörfer zu einer Gemeinde zusammengeschlossen wurden.

Heute hat Weissach knapp 8000 Einwohner. Manch’ einer von ihnen ließ es sich am Sonntag auch auf den Sofas und den Liegestühlen gut gehen, die am Straßenrand unter Bäumen aufgestellt worden waren.

Mittel, um der Hitze zu begegnen, gab es am Wochenende einige: Entweder man suchte sich ein Schattenplätzchen oder man machte sich selbst eins: Besucher des traditionellen Merklinger Straßenfestes etwa trugen keinen Regenschirm bei sich, sondern gleich einen farbenfrohen Sonnenschirm, um sich zu schützen.

Sandfläche in Weil der Stadt bleibt bis Mitte August

In Weil der Stadt wiederum hatten die Organisatoren unter anderem auf Wasser gesetzt. Am Samstag begann dort der Strandsommer. Bei der dritten Auflage der mehrwöchigen Veranstaltung wurde der Marktplatz zu einem „der größten Sandkästen in der Region“, wie die Veranstalter werben.

Die Sandfläche lädt noch bis Sonntag, 14. August zum Verweilen ein, täglich von 10 bis 22 Uhr. Dazu gibt es Programm: An diesem Montag, 18. Juli, beispielsweise treten um 17 Uhr „Die singenden Tanzflöhe“ auf, ehe um 18 Uhr Gitarren-, Gesangs- und Klavierschüler zu hören sein werden.

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