Ärgernis Hundekot Tüten in Signalfarben sind biologisch abbaubar

Von Nathalie Mainka
Hundebesitzer sind verpflichtet, das „Geschäft“ ihres Vierbeiners zu entsorgen. Foto: dpa/Z6909 Peter Förster

In Renningen werden die Behältnisse für Hundekotbeutel dreimal pro Woche – außer an den Wochenenden – kontrolliert und geleert. Das sind 15 in Renningen selbst sowie 11 weitere in Malmsheim.

Eine kurze Information an den Bauhof

„Es gehen zwar Beschwerden über zu wenig Hundekotbeutelspender oder zur seltenen Leerung der öffentlichen Müllbehälter bei der Stadt Renningen ein. Ein erhöhtes Aufkommen dieser Beschwerden konnten der Bauhof der Stadt Renningen, der für die Leerungen und Kontrollen zuständig ist und die Abteilung Öffentliche Ordnung und Straßenverkehr jedoch nicht feststellen“, sagt Theresa Finkenauer, die Assistentin des Bürgermeisters Wolfgang Faißt.

Vereinzelt wird anderer Müll entsorgt

Vereinzelt werde allerdings auch anderer Abfall in dem Mülleimer der Hundekotbeutelspender entsorgt und daher seien die Behälter in stark frequentierten Abschnitten vor der nächsten Leerung überfüllt. „Dies kann jedoch in den meisten Fällen und nach einer kurzen Information an den Bauhof schnell beseitigt werden“, sagt Finkbeiner. Die Leerung der Boxen kostet die Stadt im Jahr etwa 1800 bis 2000 Euro pro Hundekotbeutelspender.

Materialkosten schwanken stark

In Ditzingen befinden sich in allen vier Stadtteilen zusammen insgesamt 78 so genannter Hunde-WCs. „Wir verwenden ausschließlich biologisch abbaubare Hundekottüten, die beispielsweise aus Maisstärke oder aus Zuckerrohr bestehen. Sie sind teurer als Kunststofftüten, diese Mehrkosten nehmen wir aus Umweltschutzgründen jedoch gerne in Kauf“, sagt Jens Schmukal, Pressesprecher der Stadt Ditzingen. Da die Menge der benötigten Hundekottüten im Jahresverlauf unterschiedlich sei – manche Bürger scheinen sich einen Vorrat anzulegen - und auch die Materialkosten durch den Rohstoffbedarf stark schwankten, sei eine genaue Kostenangabe schwer. „Realistisch werden wohl 2500 Euro pro Jahr sein“, schätzt Schmukal. Die Tüten werden stets in Signalfarben wie gelb oder rot bestellt, „um die Gefahr, dass sie in der Umwelt entsorgt werden, zu minimieren, und die Landwirte sollen sie bei Vandalismus frühzeitig sehen können“, so der Pressesprecher.

Die Leerung dauert zwei Stunden

Die Leerung erfolgt zweimal wöchentlich und dauert jeweils etwa zwei Stunden. Die jährlichen Kosten für Personal und Material, wie die Bereitstellung eines Fahrzeugs, belaufen sich auf 19 200 Euro. Im Falle von Vandalismus, oder wenn Behälter erneuert werden müssen, sind im städtischen Haushalt jährlich 5000 Euro eingeplant.

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