45 Jahre Leo-Center Zum Geburtstag gibt’s einen Leo

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Klaus-Peter Regler und Martin Kaufmann (von rechts) schneiden die Geburtstagstorte an. Foto: factum/Granville

Leonberg - Ein Knall, dann regnet es rote Konfetti-Herzen. Während alle überrascht zusammenzucken, steht Leo da und winkt ungerührt. Klar, durch den dicken Schaumstoff-Kopf war der Knall nur gedämpft zu hören. Denn Leo ist das neue Maskottchen des Leo-Centers und – ganz klar – ein Löwe. Mit feuerroter Mähne und fröhlichem Gesichtsausdruck ein wirklich sympathisches Kerlchen, das nach seiner Vorstellung durch die Reihen geht und Mini-Löwen aus Plüsch an die ganz kleinen Center-Besucher verteilt.

Am 18. Oktober 1973, also vor genau 45 Jahren, öffnete das Einkaufszentrum erstmals seine Tore – als zweites seiner Art in Deutschland. Sieben Mieter sind dem Leo-Center seitdem treu geblieben, wie Manager Klaus-Peter Regler in seiner Rede betonte. Seitdem hat der Konsumtempel in der Leonberger Stadtmitte einiges mitgemacht. Vom Anziehungspunkt für eine ganze Region bis in den Nordschwarzwald über die Turbulenzen der Ölkrise in den 1970er Jahren, die wachsende Konkurrenz durch andere Einkaufszentren in der Nähe bis zur Orientierung auf eine Nahversorgung. „Vielen Dank an unsere Mieter, die vieles möglich gemacht haben“, sagt Regler.

Anlaufstelle für Jung und Alt

Heute ist das Leo-Center ein stark frequentierter Anlaufpunkt für Jung und Alt, wie sich auch am Publikum am Donnerstagmittag ablesen lässt. Jede Menge Ruheständler, dazwischen Mamas mit Kinderwagen und nach und nach trudeln Geschäftsleute wie Schüler ein, um zu Mittag zu essen. „Das ist eine wirklich familiäre Atmosphäre hier. Wir danken unseren Kunden für ihr Vertrauen und ihre Treue“, lobt der Center-Chef. Diese Mischung habe man auch im zweiwöchigen Aktionsprogramm widerspiegeln wollen. So werde es Spiel- und Bastelangebote für die ganz Kleinen geben und Unterhaltung für die Größeren. Etwa bei einem Musikquiz, bei dem Regler gleich selbst ran darf – und fast an Whitney Houston scheitert.

„Es ist schön, mal nicht mit Handschellen begrüßt zu werden“, scherzt der Oberbürgermeister Martin Kaufmann auf der Bühne. Dort hatte er sich zuletzt im Februar vor dem Narrengericht wiedergefunden. „Wer nach Leonberg kommt, ist erstaunt ob der Größe dieses Einkaufszentrums“, hat er die Erfahrung gemacht. Rund 17 000 Kunden kämen jeden Tag hierher. „Das hat wirklich große Bedeutung für die Stadt“, sagt Kaufmann.

Gemeinsam mit Center-Manager Regler schneidet er die dreistöckige Geburtstagstorte an und verteilt die Stücke an die Gäste. Die Party geht indes noch zwei Wochen weiter. Am Samstag ist der Kabarettist Christoph Sonntag zu Gast (15 bis 17 Uhr). Die Geburtstagsfeierlichkeiten enden mit einem Maskottchen-Treffen am Samstag, 3. November, und dem verkaufsoffenen Sonntag am 4. November. Eine Überraschung verspricht Regler für den 2. November: „Ich sage nur ‚Zurück in die Zukunft’.“

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