Nach dem Comeback für die zweite Mannschaft von Arsenal London wurde Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann von der britischen Presse verhöhnt. Hat er sich mit seiner Rückkehr einen Gefallen getan?
Aus dem Europacup blieben dem VfB drei Millionen Euro, dennoch kündigte Finanzchef Ulrich Ruf (auf Foto links) an, die Spieler-Gehaltskosten von 56 auf 50 Millionen Euro kürzen zu wollen - ist das richtig?
Die Gegner wollen den gescheiterten Bürgerentscheid am 7. Juni nachholen
Stuttgart - Rund 2000 Menschen haben sich am Donnerstagabend auf dem Schlossplatz zur Protestkundgebung gegen das Milliardenprojekt Stuttgart 21 versammelt. Die Veranstalter hatten die Kundgebung vier Wochen vor der Kommunalwahl unter das Motto "Stuttgart 21 abwählen" gestellt.
Von Thomas Braun Sogar US-Präsident Barack Obama wurde bemüht, um die Stuttgart-21-Gegner in ihrem Widerstand gegen den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs zu bestärken. "Yes we can", rief Gangolf Stocker von der Initiative Leben in Stuttgart den Demonstranten abschließend zu und erntete damit trotzigen Applaus. Die Veranstalter hatten ursprünglich mit etwa 5000 Teilnehmern gerechnet.
Zuvor hatte Werner Wölfle, Fraktionschef der Grünen im Gemeinderat, nicht mit Kritik am Bahnprojekt und der politischen Konkurrenz gespart. Wölfle, der nach der Unterzeichnung der Finanzierungsverträge über das Milliardenprojekt Anfang April noch angekündigt hatte, die Grünen würden das Vorhaben nunmehr kritisch begleiten, gab sich diesmal kämpferisch: "Stuttgart 21 ist noch lange nicht unumkehrbar. Wir werden alles dafür tun, dass dieses wirtschaftlich und finanziell riskante Projekt nicht vergraben, sondern begraben wird." Scharf ging er mit den Sozialdemokraten im Rathaus und im Landtag ins Gericht. Deren Zustimmung zum geplanten Tiefbahnhof könne er sich nur mit ihrer Vergangenheit als "Bergbaupartei" erklären.
Eine Milliarde statt 31 Millionen
Wölfles Parteifreundin Clarissa Seitz rechnete vor, die Landeshauptstadt sei insgesamt mit mehr als einer Milliarde Euro an den Gesamtkosten des Bahnprojekts beteiligt und nicht, wie von der Rathausspitze offiziell angegeben, nur mit 31 Millionen. Sie rief dazu auf, am 7. Juni den gescheiterten Bürgerentscheid nachzuholen und die Pro-Stuttgart-21-Parteien abzuwählen.
Die Spitzenkandidatin der Linken, Ulrike Küstler, hielt OB Wolfgang Schuster und der Ratsmehrheit vor, bei Stuttgart 21 beratungsresistent zu sein. Hannes Rockenbauch, Einzelstadtrat der SÖS, rief dazu auf, das Potential von 62.000 abgegebenen Stimmen für den Bürgerentscheid bei der Kommunalwahl zu aktivieren. "Wir können Stuttgart 21 nicht nur abwählen, wir müssen es", machte er den Kundgebungsteilnehmern Mut.
Thomas Braun
15.05.2009 - aktualisiert: 15.05.2009 08:00 Uhr
Parse error: syntax error, unexpected '}' in /mnt/six01/msh/apache/sirsix7.1.1/sixcms_upload/templates/template5933.php on line 27