Zughundesport Vollgas auch bei Regen und Matsch

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Nach der Kurve kommt der Endspurt – ein Sechsergespann fliegt dem Ziel in Malmsheim entgegen. Foto: Andreas Gorr

Renningen - Heute ist bestes Hundewetter“, meint Melanie Steger, Organisatorin des 3. Albroller Schwabentrails in Malmsheim. Kurz vor dem Wochenende sei es für die nordischen Schlittenhunde der Teilnehmer noch etwas zu warm gewesen. Mit dem Regen am Samstagvormittag kam die Abkühlung, aber auch der Matsch. Der Wettbewerb war das Finalrennen des Hochdorfer Baden-Württemberg Cups, ausgerichtet vom Schlittenhundesportverband Baden-Württemberg (SSBW).

Eine geeignete Strecke zu finden und festzulegen, war für das Organisationsteam nicht einfach. Es sei schwierig gewesen, allen Anforderungen der vier Disziplinen Canicross (Laufen), Bikejörning (Fahrradfahren), Scooter (Rollerfahren) und Gespannwagen gerecht zu werden, betonte Mitorganisator Frank Godulla aus Ludwigsburg. So bevorzugen die Cross-Läufer die Herausforderungen steiniger und unebener Rennstrecken, sehr enge Kurven bereiten den Gespannen hingegen Probleme.

Verträglichkeitsprüfung ist vorgeschrieben

Um überhaupt starten zu dürfen, müssen Hundebesitzer zuvor ein Seminar für „Musher“ absolvieren, so der englische Begriff für die Gespannführer. Außerdem ist vorgeschrieben, dass die Hunde im Vorfeld des Wettbewerbs eine Verträglichkeitsprüfung bestehen, damit es am Veranstaltungsort nicht zu aggressivem Verhalten zwischen den Tieren kommt.

In anderen europäischen Ländern wie Frankreich ist der Zughundesport bereits stärker etabliert. „Ich bin seit über 20 Jahren dabei, meinen ersten Husky habe ich 1996 bekommen“, lacht Thierry Macherich, der aus dem Elsass kommt. Seine Frau nimmt am Scooter-Wettbewerb teil und ihre zwei kleinen Töchter dürfen die Kinderstrecke ausprobieren.

Die Weltmeisterin ist zweimal vorne

Den Cross-Lauf-Wettbewerb mit einem Hund – die 4,3 Kilometer lange Strecke wird an jedem Tag einmal absolviert – gewann Ivo Neubert in einer Gesamtzeit von 28:11 Minuten. Auf ihn folgten dicht nacheinander Lorenz Frech in 28:12 und Jan Dumbeck in 28:21 Minuten. Erste in der Frauenwertung wurde Manuela Wiese (30:41), gefolgt von Nicole Steinermann (31:48) und Corinna Schmieder (32:14). Ursula Steeb aus Frickenhausen schaffte es auch in diesem Jahr wieder an die Spitze: Die amtierende Welt-, Europa- und deutsche Meisterin belegte zweimal den ersten Platz. Sie gewann im Bikejörning (18:41) und im Scooterrennen (20:03).

Im Wettbewerb der Männer setzte sich im Scooter-Rennen (4,3 plus 2,4 Kilometer) mit zwei Hunden Werner Schaub mit einer Gesamtzeit von 15:35 Minuten durch. Bei den Bikern (zweimal 4,3 Kilometer) errang Dirk Lehner den ersten Platz, seine Gesamtzeit betrug 18:14 Minuten. Auf dem zweiten und dritten Rang folgten Thomas Landau (19:00) und Ralf Bindel (19:21).

Bei den Sechser-Gespannen (einmal 4,3 Kilometer) belegte Fabio Stettler aus der Schweiz Platz eins in 9:11 Minuten. Zweiter wurde der Belgier Gunter de Baker (9:46). Den dritten Platz belegte der erst 17-jährige Max Böhm, der die ältere Konkurrenz in 11:57 Minuten hinter sich ließ.

Im Rennen der Vierergespanne schaffte es dann de Baker in 10:05 Minuten aufs Siegertreppchen. Platz zwei belegte Thomas Becker (12:26), gefolgt von Ingo Babbel in 15:27 Minuten auf Rang drei.

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