Zoff um Kreisverkehr Gemeinsame Linie bei der Kreisel-Ampel

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Die Ampel hat sich in den Augen der Beteiligten bereits bewährt. Foto: Landratsamt Enzkreis

Enzkreis - In die aufgeheizte Debatte um die Ampel am „Diebkreisel“ nahe der Autobahn 8 ist wieder Ruhe eingekehrt. Nach einem Treffen von Vertretern des Regierungspräsidiums Karlsruhe, des Landratsamts Enzkreis und der Kommunen Heimsheim, Friolzheim und Mönsheim haben die Beteiligten eine gemeinsame Erklärung abgegeben.

Stein des Anstoßes war der Kreisverkehr, der die L 1180 (zwischen Friolzheim und Perouse) mit der L 1134 (zwischen Mönsheim und Heimsheim/A 8) verbindet, – auch bekannt als „Diebkreisel“, wegen des dortigen Gewerbeparks „Dieb“ oder „Heckengäu“. Da es dort in den Hauptverkehrszeiten zu langen Rückstaus sogar bis zurück auf die Autobahn kommt, beschloss der Landkreis, die Situation mithilfe einer provisorischen Bedarfsampel zu entschärfen. Solche Ampeln sind üblicherweise abgeschaltet und gehen nur bei Bedarf auf Rot. So soll der Verkehr auf der L 1134 morgens besser fließen können. Dagegen regte sich Widerstand vor allem in Friolzheim. Der Bürgermeister Michael Seiß befürchtete durch eine solche Ampel massive Probleme für den Verkehrsfluss zwischen Friolzheim und Rutesheim.

Verbesserungen sichtbar

Alle Beteiligten ziehen jetzt „an einem Strang, um die Leistungsfähigkeit der viel befahrenen Landesstraßen-Achse zwischen Heimsheim, Autobahnanschluss und Mönsheim zu verbessern“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Enzkreis auch im Namen der betroffenen Kommunen. Nach zwei Wochen intensiver Prüfung und Beobachtung könne die Straßenverkehrsbehörde Entwarnung in Bezug auf die Befürchtungen geben „und verzeichnet die erhofften Verbesserungen für die Verkehrssicherheit, vor allem auf der Autobahn“, sagt Oliver Müller, Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamtes beim Landratsamt.

Das primäre Ziel, morgendliche Rückstaus bis auf den Standstreifen der Autobahn zu verhindern, sei mit diesem kleinen Eingriff schnell und nahezu ohne nachteilige Nebenwirkungen erreicht worden. Das Provisorium solle daher mindestens bis zum Ende der Bauarbeiten in der Flachter Ortsdurchfahrt bestehen bleiben.

Straße zu Porsche wird ausgebaut

„Gleichzeitig wurde bei dem Gespräch im Landratsamt jedoch deutlich, dass aufgrund der stark expandierenden Gewerbegebiete in dieser boomenden Wirtschaftsregion zukünftig auch ohne Baustellen mit erheblichen Mehrverkehren zu rechnen ist.“ Der Enzkreis werde daher im Jahr 2019 den Ausbau der K 4569, die von Flacht in Richtung L 1134 führt, bis zur Südanbindung des erweiterten Porsche-Entwicklungszentrums in Angriff nehmen und in diesem Zusammenhang Anfang 2018 aktuelle Ergebnisse einer Verkehrszählung vorstellen. „Land, Kreis und Gemeinden vereinbarten im Interesse aller Pendler und Verkehrsteilnehmer eine enge Zusammenarbeit bei den weiteren Schritten.“

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