Wohnbauprojekt in Weissach Fünf neue Häuser plus 20 neue Wohnungen

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Zum Baustart an der Aidenbergsteige nehmen Investoren, Architekten und Politiker die Schaufel in die Hand. Foto: Kathrin Klette

Weissach - In Weissach entstehen neue Häuser und Wohnungen. Allerdings nicht irgendwo draußen auf der grünen Wiese, sondern als Ergänzung des bereits bestehenden Wohngebiets an der Aidenbergsteige direkt am Ortsausgang Richtung Flacht. Auf 4000 Quadratmetern entstehen hier drei Mehrfamilienhäuser, zwei Doppelhaushälften und drei Einfamilienhäuser. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen.

Investor ist die Paulus Wohnbau GmbH, die mit der Planergemeinschaft Gaus und Knödler den von der Gemeinde ausgelobten Wettbewerb gewonnen hat. Denn „wir stehen hier nicht irgendwo im Ort, das ist eine sehr exponierte Lage“, erklärt der Bürgermeister Daniel Töpfer beim symbolischen Spatenstich am Mittwoch. „Diesen Ort sieht jeder als erstes, der von Flacht aus hierherfährt.“ Deshalb sei früh die Entscheidung gefallen, für dieses Projekt einen Wettbewerb zu starten, um „die bestmögliche Lösung zu finden“. Die hatte in den Augen der Jury die Paulus Wohnbau.

Auch in Weissach ist Wohnraum knapp

Diese wird in den nächsten Jahren entlang der Bachstraße und der Aidenbergsteige neben den Doppelhaushälften und Einfamilienhäusern noch drei Mehrfamilienhäuser errichten. Durch die Hanglage sind deren Erdgeschosse als Untergeschosse angelegt, darüber liegen dann jeweils drei Wohngeschosse. Zusammen sind das dann 20 Wohnungen mit unterschiedlichen Größen zwischen knapp 60 und 160 Quadratmetern. Insgesamt investiert die Paulus Wohnbau, die unter anderem in Renningen an dem Projekt Mehrgenerationenhaus im Wohngebiet Schnallenäcker II beteiligt ist, fast 13 Millionen Euro.

Für Weissach ist dies ein wichtiges Projekt, denn auch hier sind Wohnungen knapp, die Nachfrage ist hoch. Die Paulus Wohnbau hat bereits mehrere Anfragen und zum Teil auch schon feste Zusagen für die Objekte, berichtet der Geschäftsführer Erwin Paulus. Doch auch wenn ein Großteil der Häuser und Wohnungen noch zur Verfügung steht, „haben wir trotzdem schon angefangen zu bauen, weil wir die Möglichkeit haben und vorher nicht erst einen bestimmten Verkauf erreichen müssen“, erklärt Erwin Paulus. Vorgesehen ist, dass alle Häuser und Wohnungen verkauft werden. Gesetzt den Fall, dass welche übrig bleiben sollten, werde die Paulus Wohnbau diese vermieten. „Wir gehen aber davon aus, dass auch einige der Käufer nicht für den Eigenbedarf investieren, sondern selbst vermieten möchten.“

Gemeinde plant Sozialwohnungen

Ob zum Kauf oder zur Miete – billig ist eine Neubauwohnung, noch dazu in dieser Lage, natürlich nicht. Doch selbst im Bestand herrschen in Weissach die gleichen Schwierigkeiten wie in anderen Kommunen im Altkreis Leonberg. Bezahlbarer Wohnraum ist mehr als knapp. „Auch hier sind wir bei minimum zehn Euro pro Quadratmeter“, sagt Daniel Töpfer. Vielerorts werden deshalb die Kommunen inzwischen selbst aktiv, um den sozialen Wohnbau voranzubringen, indem sie entweder den Verkauf von Grundstücken an entsprechende Auflagen koppeln oder selbst als Bauherr und Vermieter tätig werden. Die Stadtbau Renningen zum Beispiel, eine hundertprozentige Tochter der Stadt, baut an der Magstadter Straße bald ein Haus mit mehreren Sozialwohnungen. Auch die Wohnbau Weissach plant ein solches Projekt an der Talstraße.

Sperrung
Wegen der Bauarbeitern wird von Montag, 27. August, an die Aidenbergsteige etwa ab der Hälfte für den Verkehr voll gesperrt. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis zum Frühjahr 2019, bis der Rohbau fertig ist. Die Umleitung führt über die Rutesheimer Straße.

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