Weissach Porsche-Fläche kommt aus Kornwestheim

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Dietmar Allgaier, der Erste Bürgermeister Kornwestheims, und Daniel Töpfer unterzeichnen den Kaufvertrag. Foto: Stadt Kornwestheim

Weissach - Platz für Erdaushub und Bauschutt war in den Wirtschaftswunderjahren ebenso knapp wie heute – bis ins Heckengäu musste Kornwestheim vor 60 Jahren ausweichen. Also kaufte die Stadt in Flacht ein 18 000 Quadratmeter großes Grundstück, in dem sich ein ehemaliger Steinbruch befand und verbuddelte dort ihren Müll.

Jetzt hat sich Weissach seinen Grund und Boden wieder zurückgekauft, denn die Gemeinde braucht die Fläche. „Das ist ein Teil für die neue Südanbindung des Porsche-Entwicklungszentrums“, erklärt Bürgermeister Daniel Töpfer. Das sei der Anlass für den Grundstückskauf gewesen, prinzipiell habe man nämlich kein Problem damit, dass eine auswärtige Stadt hier Grund besitzt. 90 000 Euro hat Weissach an Kornwestheim gezahlt. 40 Euro pro Quadratmeter für die Flächen der Südanbindung, einiges weniger für die weiterhin landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Unterschrift unter den Vertrag

Vor eineinhalb Jahren bekundete Weissach Interesse an der Fläche, im Oktober 2017 stimmte der Kornwestheimer Gemeinderat zu, und jetzt haben Dietmar Allgaier, Kornwestheims Erster Bürgermeister und Töpfer ihre Unterschrift unter den Vertrag gesetzt. Zwischendurch allerdings wurde die Fläche untersucht, ob sich noch gefährliche Altlasten des vormaligen Kornwestheimer Mülls im Boden befinden.

„Ja, die Fläche hat einen B-Vermerk bekommen“, berichtet der Weissacher Bürgermeister. Das bedeutet: es befinden sich giftige Stoffe im Boden, sie werden dort aber belassen, weil sie nicht gefährlich sind. „Dem dort angebauten Obst und Gemüse schaden sie nicht“, sagt Töpfer. Klar ist aber auch: Falls sich der Boden doch als zu stark vergiftet herausstellen sollte, haftet von jetzt an Weissach, nicht mehr Kornwestheim.

Gift ist noch im Boden

Kornwestheim muss sich indes keine Sorgen um zu wenig Grund und Boden machen. In einigen benachbarten Städten – so in Remseck-Aldingen, Ludwigsburg oder Stuttgart-Stammheim – besitzt die Stadt weiterhin einige Grundstücke. Und dort denkt sie auch nicht an einen Verkauf.

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