Weissach investiert Rendite aus dem Klimaschutz

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Daniel Töpfer, Bürgermeister der Gemeinde Weissach, Rainer Lechner, Finanzeribürgermeister der Stadt Ostfildern und Mario Dürr, Geschäftsführer NEV und Solarpark Kenzingen GmbH Foto: NEV

Weissach - Genau 4150 Geschäftsanteile kauft die Gemeinde am „Solarpark Kenzingen“. Damit besitzt Weissach zukünftig 16,6 Prozent dieser Anlage, die im badischen Kenzingen (Landkreis Emmendingen) Strom produziert. Eine halbe Million Euro hat der Gemeinderat für dieses Investment bereitgestellt.

„Das ist für uns ein weiterer Baustein im aktiven Klimaschutz“, sagt der Weissacher Bürgermeister Daniel Töpfer, verschweigt aber nicht, dass es nicht nur um einen selbstlosen Einsatz für das Klima geht. „Aus kommunalwirtschaftlicher Sicht ist das eine sehr gute Erweiterung des Portfolios unserer Finanzanlagen“, erklärt er weiter. Sicher und lukrativ sei die Beteiligung an dem Solarpark, sagt auch die Weissacher Kämmerin Katrin Richter: „Mit Blick auf die derzeitige Niedrigzinsphase erhoffen wir uns eine attraktive Rendite in den kommenden zwanzig Jahren.“

Auf dem Sparbuch hat Weissach derzeit etwa 90 Millionen Euro an Rücklagen – so ganz genau weiß das die Kämmerei nicht, weil in den Jahren 2010 bis 2016 in der Gemeinde keine Jahresabschlüsse gemacht worden waren. Diese recherchiert die Kämmerei derzeit erst nach. „Wir können aber von 90 Millionen Euro Rücklagen ausgehen“, sagt Richter.

Für einen Teil dieser Summe sei die Gemeinde auf der Suche nach eine Anlagemöglichkeit gewesen. Daher habe man zugeschlagen, als sich die Möglichkeit der Beteiligung an dem Solarpark ergeben habe, berichtet die Kämmerin. Der Solarpark Kenzingen befindet sich auf einem ehemaligen Truppenplatz der französischen Streitkräfte, seit August 2016 werden auf dem 4,4 Hektar großen Gelände 3000 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugt.

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