Weissach Blaumeisen heizen den Hexen ordentlich ein

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Mit drei festen Veranstaltungen jährlich sind die Hexen mittlerweile sehr etabliert. Foto: factum/Bach

Weissach - Zehn Jahre Strudelbachhexen! Zu diesem Anlass haben es sich die Mitglieder des Flachter Vereins nicht nehmen lassen, auch außerhalb der fünften Jahreszeit gebührend zu feiern. Am Samstag veranstalteten die Hexen ihr „Jubifest“ in der Strudelbachhalle in Weissach – und viele Partygäste aus der Gemeinde feierten mit ihnen.

Dass der Fasnetsverein mit seinen Gästen eine große Halle füllen kann, war natürlich nicht schon immer der Fall. Auch die Strudelbachhexen haben mal klein angefangen, nämlich im Februar 2008: „Wir waren damals sieben Personen, gerade so viele, wie es braucht, einen Verein zu gründen“, erinnert sich Gründungsmitglied Marc Krasselt. „Wir hatten alle schon immer Spaß an der Fasnet und fragten uns, wieso sollte Flacht keine eigene Narrenzunft haben?“

So eine Zunftgründung erfordert jedoch etwas Vorbereitung. „Auf der Suche nach einer Figur haben wir dann erst mal die Ortschronik durchstöbert, ob wir darin etwas finden, was zur Flachter Ortsgeschichte passt – vielleicht einen kopflosen Ritter oder ein Burgfräulein.“ Am Ende fiel die Wahl bekannterweise auf die Hexe. Allen voran aus Geldgründen, denn das Kostüm der Hexe ist mit das günstigste. „Uns war sehr wichtig, Häs und Larve so zu konzipieren, dass es für jedes zukünftige Mitglied finanziell zu stemmen ist“, erklärt Krasselt.

Kurvige Falten

Nicht nur die Figur selbst sollte eine Verbindung zum Heimatort aufweisen, auch andere Details des Kostüms wurden nicht ohne bedeutsamen Hintergedanken gewählt. „Die kurvigen Falten in der Maske erinnern zum Beispiel an den Strudelbach“, so Krasselt.

Nun gibt es die Flachter Strudelbachhexen schon seit zehn Jahren – und Jahr für Jahr integriert sich der Verein mehr in seinen „Flecken“. Mit drei festen Veranstaltungen jährlich sind die Hexen mittlerweile sehr etabliert. „Unsere Feste werden fleckenintern sehr gut angenommen“, freut sich Stefanie Henzler. Sie war seit Gründung des Vereins als Zaungast dabei und ist seit 2011 selbst eine Strudelbachhexe.

Im Vergleich zu anderen Zünften sind die Flachter Hexen noch recht jung. Die Brauchtümer leiden darunter aber keineswegs. „Wir sind zwar modern, können aber trotzdem gewisse Traditionen vorweisen“, merkt Henzler an. Traditionell ist mittlerweile auch die Hexennacht, die seit 2009 jährlich von den Hexen veranstaltet wird. „Das ist unsere größte Veranstaltung und immer sehr gut besucht. Die Bürger nehmen unsere Feste super an und haben Spaß daran, mit ihrer Verkleidung ein bisschen aus dem Alltag auszubrechen.“ Auch finanziell sei die beliebte Party eine gern angenommene Stütze für den Verein.

Kinderfasching ist äußerst beliebt

Doch nicht nur die feierlustigen Erwachsenen kommen bei den Strudelbachhexen auf ihre Kosten. Für die kleinsten Flachter und Weissacher gibt es seit 2017 einen eigenen Kinderfasching mit Disco und lustigen Spielen. Auch diese Veranstaltung wurde sofort ins Dorfleben integriert. „Am Kinderfasching gab es sogar eine Warteschlange, weil wir so viele Besucher hatten“, lacht Henzler.

Für die Stimmung bei den Erwachsenen sorgten die Blaumeisen. Die bekannte Partyband war auch einer der Gründe, weshalb sich die Flachter Hexen über so viele Besucher freuen durften. Doch nicht nur die Feste werden gut angenommen, auch Mitgliederzuwachs bekommen die Strudelbachhexen noch reichlich. „Und wir freuen uns immer über noch mehr!“

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