Tennis-Jugendcup Renningen/Rutesheim Deutsche Spieler müssen sich hinten anstellen

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Der Lokalmatador Benedict Kurz hat in Renningen schon Final-Erfahrung – jetzt startet er im U 18-Feld. Foto: Andreas Gorr

Renningen - Eine Garantie gibt es natürlich nicht. Aber wer es beim Tennis Jugend Cup in Renningen und Rutesheim weit bringt, der hat auch ganz gute Chancen, später einmal in der Weltrangliste eine vielleicht nicht ganz unbedeutende Rolle spielen zu können. Die Statistik des an diesem Samstag beginnenden und zum 21. Mal ausgespielten Turniers befördert es ans Licht: Mittlerweile haben 26 ehemalige Jugend-Cup-Teilnehmer den Sprung unter die ersten einhundert in der Weltrangliste geschafft.

Mit Angelique Kerber durfte sich eine Spielerin sogar 19 Wochen lang die Nummer eins nennen. Im Jahr 2000 gewann die Kielerin in Renningen ihren ersten größeren Titel, seit diesem Jahr darf sie sich auch Wimbledon-Champion nennen. In den Top Ten der Weltrangliste waren und sind Elina Mychailiwna Switolina (2007 beim Jugendcup), Belinda Bencic (2010), Ernests Gulbis (2002/2003) und Alexander Zverev (2010), der gerade erst seinen Titel bei den Washington Open verteidigt hat.

Starkes Feld bei den U 14-Jungs

Ob auch Namen wie Filip Pieczonka (Polen), Mili Poljicak (Kroatien) und Matthew William Donald (Tschechien) später in aller Munde sind, muss die Zukunft zeigen. Dieses Trio führt in Renningen im U 14-Feld die Setzliste an und wird in der Rangliste des Verbandes Tennis Europe auf den Plätzen drei, vier und sieben geführt. Die deutschen Nachwuchsspieler müssen sich da etwas weiter hinten anstellen.

Die unter dem Dach des Weltverbandes ITF (International Tennis Federation) erstmals in Renningen ausgetragene U 18-Konkurrenz wird vor allem von Spielern aus dem Ausland beherrscht. Unter anderem haben mit Kevin Chahoud die schwedische Nummer zwei und Chris Rodesch die Nummer eins aus Luxemburg gemeldet. Im Hauptfeld der Jungs tauchen lediglich drei deutsche Spieler auf. Dazu hat Benedict Kurz eine Wild Card erhalten. Der für den TC Hirschlanden spielende Sindelfinger hatte sich im Vorjahr in der Altersklasse U 16 in Renningen bis ins Finale gekämpft, dort gegen den Tschechen Martin Krumich sogar einen Matchball. Am Ende verlor aber mit 6:4, 5:7 und 4:6.

Herrenturnier als Vorbereitung

In der Verbandsligarunde gewann der 16-Jährige für den TC Hirschlanden seine sechs Einzel an Position zwei. In der kommenden Runde wird er ganz vorne spielen. Sein Trainer Nils Muschiol rückt dafür um eine Position zurück. Um für eine optimale Vorbereitung seines Schützlings zu sorgen, bestreitet der Coach an diesem Wochenende zusammen mit Benedict Kurz ein Herrenturnier in Birkmannsweiler. Zu den Chancen seines Spielers in Renningen sagt Muschiol: „Er ist gerade gut drauf. Ich denke, dass er vielen wehtun kann. Da er nicht gesetzt ist, braucht er aber auch ein bisschen Glück bei der Auslosung.“

In der deutschen Rangliste der Herren wird Kurz bereits an Nummer 195 geführt. Im ITF-Junioren-Ranking steht er auf Position 1525. „Wir fahren zweigleisig“, sagt Nils Muschiol, „aber man braucht nicht durch die ganze Welt tingeln, um sein Spiel zu verbessern.“ In Renningen gibt es jetzt direkt vor der Haustür die Chance, das zu zeigen.

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