SV Leonberg/Eltingen Neue Spielwiese für rund 4400 Mitglieder

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So könnte das neue Sportzentrum des SV Leonberg/Eltingen von der Glems her aussehen. Die kleine alte Sporthalle (links) bleibt erhalten. Foto: SV Leonberg/Eltingen

Leonberg - Wir verwirklichen eine Vision“, sagt Michael Hager. Der erste Vorsitzende des zum 1. Januar fusionierten Sportvereins Leonberg/Eltingen hat gemeinsam mit dem erweiterten Vorstand zum ersten Mal öffentlich die Pläne für das neue Vereinszentrum an der Bruckenbachstraße in Eltingen vorgestellt.

Was beinhaltet die Vision?

Für knapp 13 Millionen Euro will der Verein am Glemsufer neben einem Hallenkomplex, ein sogenanntes Sportvereinszentrum sowie Verwaltungsräume bauen.

Derzeit hat der SV Leonberg/Eltingen knapp 4400 Mitglieder, die in 20 verschiedenen Abteilungen aktiv sind. Hinzu kommt der Fitnessbereich, in dem Gesundheitssport, Reha-Sport, Sport nach Krebs und Nordic Walking angeboten wird. Sie alle brauchen eine neue Bleibe.

Die stark sanierungsbedürftige Jahnhalle und die große TSV-Halle werden durch eine neue dreiteilbare Zweifeldhalle ersetzt. Zusätzlich wird eine Turnhalle mit festen Geräten errichtet. Neu für die Stadt ist ein Sportvereinszentrum.

Was ist ein Sportvereinszentrum?

Das ist eine vereinseigene zentrale Anlage mit einem Gesundheitsbereich, mit Geräten, Gymnastikräumen, einem Kommunikationsbereich und Verwaltungsräumen. Von den Sportvereinszentren, kurz SVZ, gibt es landesweit 40. Das SVZ biete die Chance, auf geänderte Bedürfnisse der Bevölkerung zu reagieren. Es werde eine eigene Abteilung mit etwa 1400 Mitgliedern sein. „Damit ist das Sportvereinszentrum das Modell der Zukunft im Vereinssport“ sagt Hager. Es führe alle Vereinsbereiche räumlich und sozial wieder zusammen, biete einen neuen Vereinsmittelpunkt. Wichtig sei, dass es soziale Kontakte zwischen allen Bevölkerungsschichten, Alters- und Sportgruppen fördert und trotzdem dem Einzelnen eine individuelle Trainings- und Bewegungsmöglichkeit biete, sagt Hager.

„Mit dem Erlös aus der Nutzung des Sportvereinszentrums, das für alle offen sein wird, soll der Bau der Hallen mitfinanziert werden“, erläutert Manfred Buck. Der Referent für die Vereinsfinanzen ist überzeugt, dass das SVZ nach fünf Jahren schwarze Zahlen schreiben wird. Für die Realisierung des Sportvereinszentrums, das über drei Geschosse an die Südseite des Komplexes zur Glems hin errichtet werden soll, hat sich der Verein Beratung beim Württembergischen Landessportbund (WLSB) eingeholt. Dieser wird das Vorhaben mit knapp 770 000 Euro fördern.

Das große Kernstück des Komplexes wird aber die neue dreiteilbare Zweifeldhalle sein. „Es ist eine klassische Sporthalle, die für alle Sportarten geeignet ist, selbst für Badminton, das entgegen landläufiger Meinungen, die größte Sportfläche in einer Halle benötigt“, erklärt Matthias Groß, der technische Leiter des Vereins. In der Halle wird es eine Tribüne mit 99 Sitzplätzen geben. Warum diese Zahl ? Verordnungen lassen nur 200 Personen in solchen Hallen zu, und weil immer von 100 Sportlern ausgegangen wird, bleiben eben nur noch Platz für 99 Zuschauer.

Gibt es eine Halle für die Turner?

Ja. „Das ist im Fusionsvertrag festgehalten, um den Turnern eine Möglichkeit zu schaffen, das ganze Jahr über zu trainieren“, sagt das Vorstandsmitglied Harald Hacker, der ehemalige TSG-Vorsitzende. Diese Halle sei ein Alleinstellungsmerkmal und sowohl für Anfänger als auch für Profis geeignet und könne auch von umliegenden Vereinen gemietet werden. Sein Fazit: „Das neue Haus wird eine tolle Bleibe für alle Abteilungen.“

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