Stadthalle Heimsheim Der Estrich ist nass, doch der Zeitplan bleibt bestehen

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Von außen ist die Stadthalle gerade kaum wieder zu erkennen. Foto: Andreas Gorr

Heimsheim - Die Stadthalle hat für die Planer und Bauarbeiter im Laufe der Sanierung noch ein paar Überraschungen parat gehabt. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Fliesen wegen fehlender Tragsicherheit komplett rausmüssen, hat sich nun auch noch der Estrich als problematisch erwiesen und muss zum Teil ebenfalls vollständig ausgetauscht werden. Der Ablaufplan für die Sanierung sei nach derzeitigem Stand nicht gefährdet, berichtete Stefan Voig­t vom zuständigen Büro as-Planer im Heimsheimer Gemeinderat, die Situation bleibe aber heikel. Der Rat hat nun bis auf eine die letzten Auftragsvergaben abgenickt.

„Mit dem Rohbau sind wir recht weit durch, und die Entkernung ist weit fortgeschritten“, erklärte Stefan Voigt. Auch von außen zeigen sich mittlerweile deutliche Veränderungen an dem Gebäude, das sowohl für Veranstaltungen, Sport und von Vereinen genutzt wird. „In der Küche haben wir festgestellt, dass es unter dem Estrich regelrecht nass ist.“ Daher wurde dieser dort komplett abgebrochen und ebenso im Obergeschoss. „Wir haben noch Hoffnung, dass wir den Estrich im Duschbereich wenigstens halten können.“ Darüber hinaus war der Abbruch eines Abluftkanals nötig. Eine verrostete Stahlstütze beim Sportlerzugang, Styropor in den Außenwänden und eine extrem starke Verwurzelung im Außenbereich kamen ebenfalls unerwartet hinzu. „Bei einer solchen Gebäudesanierung ist man vor solchen Überraschungen natürlich nicht gefeit“, sagte Bürgermeister Jürgen Toll im Gespräch mit unserer Zeitung. Unabhängig davon sei er mit dem Fortgang der Arbeiten aber sehr zufrieden. „Vor allem, was den zeitlichen Ablauf betrifft, denn der war ja wirklich sehr sportlich angesetzt.“

Nur die Schlosser fehlen noch

Bei den letzten Auftragsvergaben stechen lediglich die Landschaftsbauarbeiten heraus, bei denen die Kosten wohl etwa 30 000 Euro über dem Etat liegen. Das Planungsbüro hatte wegen der zusätzlichen Ausstattung für den Außenbereich im Vorfeld bereits höhere Kosten prognostiziert. Gar kein Angebot kam allerdings für die Schlosserarbeiten herein. Erst nach erneuter, direkter Ansprache von einigen Baufirmen erhielt das Büro Rückmeldungen, die in der nächsten Gemeinderatssitzung diskutiert werden.

Die Stadthalle wird seit Anfang Mai grundlegend saniert. Unter anderem wird der Haupteingang von der Süd- auf die Nordseite der Halle verlegt. Dort entsteht dann auch ein kleines Foyer, der Außenbereich vor dem Haupteingang bekommt ein zusätzliches Vordach. Nach den Sommerferien soll die Halle für Sport und Vereine schon wieder nutzbar sein, der Abschluss der Hauptarbeiten ist für Anfang Dezember geplant. Im Etat sind für das Projekt rund 3,57 Millionen Euro (inklusive Mehrwertsteuer) eingeplant, laut Prognose läuft es wohl auf 3,94 Millionen Euro hinaus.

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