Sportfliegerclub Leonberg Wenn der Segler sachte schwebt

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Dann setzt plötzlich der Regen ein und wir müssen warten, bis der Schauer über uns hinwegzieht. Danach trocknen die ­Vereinsmitglieder grob die Flügel ab, und es kann endlich losgehen. Beide Flieger klinken das Stahlseil ein, dann startet das Motorflugzeug und zieht uns hinter sich her. Meine Aufregung vergeht schnell, denn es ist ein angenehmes Gefühl, im ­ruhigen Segelflieger zu sitzen. Hier brauche ich auch keine Kopfhörer mehr. Das Flugzeug schwebt ganz sachte über die Landschaft hinweg.

Dann klinkt Peter Thies ­unseren Flieger aus, und wir segeln über Renningen. Wie hoch man fliegen möchte, hängt vom Piloten ab. Von oben erkenne ich nur Wald und Wiesen. Erst als Thies ­erklärt, in welcher Richtung Rutesheim liegt, erkenne ich die Stadt und sehe sogar den Bosch in Gerlingen.

Bei besserem Wetter hätte ich vielleicht bis nach Stuttgart sehen können, sagt Thies. Die dunklen Wolken sehe ich direkt über mir, als ich durch die durchsichtige Klappe über mir schaue. Die Aussicht gefällt mir sehr, und der ganze Flug ist eine der tollsten Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe. Peter Thies kennt natürlich den Ausblick und fliegt gekonnt eine Kurve, bis die Landebahn in Sicht ist. „Achtung jetzt gehen wir steil runter“, ruft er und segelt mit hohem Tempo um die Kurve. Trotzdem: Überraschenderweise wird mir bei diesem Flug nicht einmal schlecht.

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