Solitude-Revival Am Glemseck laufen wieder die Motoren heiß

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Das historische Blech lässt noch immer die Herzen höher schlagen. Foto: factum/Bach

Leonberg - Deutlich mehr als 200 Fahrzeuge werden beim diesjährigen Solitude-Revival zu sehen sein, versprechen die Organisatoren. Das findet vom 21. bis 23. Juli erneut auf der legendären historischen Rennstrecke beim Glems­eck statt. Am Samstag und Sonntag finden je von 9 Uhr an zahlreiche Läufe klassischer Automobile und Motorräder auf dem 11,5 Kilometer langen Rundkurs statt. Dieser besteht aus öffentlichen Straßen, die für das Revival gesperrt werden – wie einst bei den bis 1965 auf dem Solitude-Ring ausgetragenen Rennen.

Nahezu alle berühmten Marken werden wieder für ein einzigartiges Flair sorgen. Es werden auch einige Autos mit dabei sein, die schon auf der Solitude an einem Rennen teilgenommen haben. Eines davon ist der Brabham BT3, mit dem Jack Brabham am 28. Juli 1963 das Formel-1-Rennen auf der Solitude gewann. Unter den angemeldeten Motorrädern mit Seitenwagen ist eine Norton Manx, die bereits 1960 auf der Solitude gefahren ist.

Von Alfa Romeo bis Aston Martin

Zu den Vorkriegsfahrzeugen zählen neben Mercedes-Benz auch nahezu alle damals erfolgreichen Bugattis sowie Renn- und Sportwagen von Alfa Romeo, Aston Martin und Maserati. Mercedes-Benz Classic lässt beim fünften Solitude-Revival die große Zeit des Motorsports auf dem legendären Rundkurs lebendig werden. Zum Aufgebot gehören etwa der Mercedes-Benz Typ S von 1927 und der aus einer Mercedes-Benz Oberklasse-Limousine entstandene AMG 300 SEL 6.8 von 1971. Als Fahrer sind Dieter Glemser, Hans Herrmann, Jochen Mass und Jan Seyffarth vor Ort.

Bei den Rennwagen und Prototypen sowie GT und Renntourenwagen sind neben Porsche und Mercedes-Benz auch Marken wie Alfa Romeo, Abarth, BMW, Cooper, Ferrari, Jaguar und Lotus mit dabei.

Herbert Linge zu Gast

Das Porsche Museum schickt seine „Lokalmatadoren“ für Demonstrationsfahrten auf die historischen Strecke: Der ehemalige Rennfahrer Herbert Linge wird wie Rennlegende Hans Herrmann einen 550 Spyder pilotieren. Eberhard Mahle wird einen 356 B Carrera GT (Baujahr 1960) vorführen, während Le Mans-Sieger Marc Lieb den 804 Formel-1 von 1962 lenken wird.

Das Porsche Museum hält für die Zuschauer noch weitere historische Modelle aus der Unternehmenssammlung bereit: Kurt Ahrens wird die 11,5 Kilometer lange Rennstrecke durch das Mahdental mit dem 718 Formel-2 fahren. Im Jahr 1960 war der Formel-2-Wagen erstmals auf dem Rennkurs im Einsatz. Das Starterfeld komplettieren die Transaxle-Experten Günter Steckkönig und Hans Clausecker im 928 Trigema (Baujahr 1982). Neben dem 962 aus dem Jahr 1987 vervollständigt Rudi Lins im 908/3 (Baujahr 1970) das Porsche-Aufgebot. Ein Besuch im Fahrerlager lohnt ebenso, denn hier werden zahlreiche Sonder-Fahrzeuge ausgestellt.

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