SG Leonberg/Eltingen Die Leonberger lassen den Ball nicht laufen

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Zu dritt geht’s besser: Andreas Binder, Patrick Nicolau und Ralf Kilper (von links) nehmen ihren Schönbucher Gegenspieler in die Zange. Foto: Holger Stampe

Leonberg - Es ist ein heiß umkämpftes Handballderby zum Auftakt der Württembergliga Nord gewesen – wie in der vergangenen Saison auch. Doch während die Männer der SG Leonberg/Eltingen bei der HSG Schönbuch vor einem Jahr mit einem 29:26-Sieg die ersten Punkte einfahren konnten, zogen sie diesmal mit einer knappen 25:26-Niederlage (11:13 zur Pause) den Kürzeren. „Wir lieferten kein schönes Spiel ab und waren bei meiner Premiere leider nicht erfolgreich, aber für die Zuschauer war es dafür richtig spannend“, sagte der Leonberger Trainer Ivan Toldo, der die erste SG-Mannschaft seit dieser Saison betreut.

Die Führung ist schnell wieder weg

Konzentriert und fokussiert starteten die Gäste in der Holzgerlinger Schönbuchhalle in die Partie, hielten das Tempo hoch und gingen nach sechs Minuten durch Tore von Dominik Fischer mit 4:0 in Führung. Schönbuchs Trainer Thomas Dangel nahm eine Auszeit, um diese rasante Anfangsphase der Leonberger zu unterbrechen – und um seine Mannschaft neu einzustellen. Diese Taktik sollte aufgehen. Die Gastgeber starteten eine Aufholjagd und glichen nach 16 Minuten zum 7:7 aus. „Wir haben in dieser Phase zu schnell den Abschluss gesucht und den Ball in die Hände des Gegners gespielt “, kritisierte Toldo später. „Wir haben den Ball nicht laufen lassen und dadurch den Gegner stark gemacht.“ Oder sie scheiterten am gut haltenden Schönbucher Torhüter Moritz Fischer.

Die HSG ging zwar in Führung, doch immer wieder glichen die stark spielenden Leonberger Christian Auer und Jakob Ulrich zum 9:9 und zum 10:10 aus. Bis zur Halbzeitpause erarbeitete sich Schönbuch dann doch einen Drei-Tore-Vorsprung (13:11). Nach dem Wiederanpfiff ein ähnliches Bild, das Derby blieb richtig eng. Die SG Leonberg/Eltingen machte den Rückstand nach Toren von Lars Neuffer, Christian Auer und Andreas Binder wieder wett. Auer sorgte dann auch mit seinem Siebenmeter-Treffer in der 43. Minute für den 17:17-Ausgleich. Und im nächsten Spielzug brachte Patrick Nicolau seine Farben erstmals wieder in Führung. Die hielt aber nicht lange.

Impuls durch den Torhüterwechsel

Der Schönbucher Frank Herold erzielte das 18:18 und bis zur 48. Minute lagen die Gastgeber wieder mit 21:19 vorne. Und beim Stand von 24:21 in der 53. Minute sah es bereits nach einer Vorentscheidung aus. Doch so schnell gaben sich die Leonberger nicht geschlagen. SG-Trainer Ivan Toldo nahm einen Wechsel auf der Torhüterposition vor. Für Ruben Keller (Toldo: „Der hat ein gutes Spiel gemacht“) kam Frederik Weihing, der vor seinem Wechsel nach Leonberg bei der HSG Schönbuch spielte. Hoch motiviert sorgte er mit seinen Paraden noch einmal für richtig Spannung in den Schlussminuten.

Michael Henninger brachte die SG auf 23:24 heran, Christian Auer glich in der 56. Minute mit seinem Siebenmeter-Treffer zum 24:24 aus und traf erneut zur 25:24-Führung. Jetzt war richtig Stimmung in der Schönbuchhalle. „Unser Rückzugverhalten war leider zu schläfrig“, kritisierte Toldo. Die Gastgeber liefen einen Konter und erzielten das 25:25. Dann donnerte Chris Auer den Ball unglücklich an den Pfosten. Janek Förch brachte die Schönbucher wieder mit seinem Tor in Führung. Leonberg mobilisierte alles, Toldo schickte in der letzten Minute einen siebten Feldspieler. Doch es blieb beim 26:25 für die HSG.

SG Leonberg/Eltingen: Keller, Weihing, Binder (3), Nicolau (3), Baumgartel, Mücke, Kurtz, Kilper, Neuffer (4), Mauch, Henninger (1), Ulrich (1), Fischer (4), Auer (9/4)

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