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SchwimmenDie Härte holt sich Wendel in den Pyrenäen

Tassilo Hackert, vom 13.11.2012 17:26 Uhr
Der Höfinger   Fabrice Wendel nimmt für seinen   olympischen Traum       einige Opfer auf sich. Foto: Andreas Gorr
Der Höfinger Fabrice Wendel nimmt für seinen olympischen Traum einige Opfer auf sich.Foto: Andreas Gorr

Der Höfinger Schwimmer Fabrice Wendel ist bei den württembergischen Meisterschaften auf der Kurzbahn in Waiblingen deutlich unter seinen Bestzeiten geblieben. Zwar hat sich der 19-Jährige für die Deutschen Meisterschaften in Wuppertal (22. bis 25. November) Woche die Fahrkarte gesichert, doch mit der gezeigten Leistung ist Wendel nicht zufrieden. „Ich war krank, deshalb bin ich weit unter meinen Möglichkeiten geblieben, wichtig war mir aber , dass ich die Qualifikation für die Deutschen geschafft habe“, so Wendel. Abhaken und weitermachen. Auf dem Plan stehen 200- und 100-Meter-Rücken sowie 100-Meter-Schmetterling. „Ich bin immer noch angeschlagen und fühle mich nicht fit“, erklärt der Schwimmer. Was bei den Meisterschaften herausspringe, könne er deshalb nicht sagen. Ziel sei eine Top-15-Platzierung. „Ich werde natürlich alles geben, aber wenn es nicht klappt, kann ich das noch verkraften, so lange es bei den Deutschen auf der langen Bahn besser funktioniert“, so der 19-Jährige.

Auch nach den deutschen Meisterschaften weiß der Athlet, der für den VfL Waiblingen startet, bereits genau, wie es weiter geht: „Im Januar fahren wir ins Höhentrainingslager in die Pyrenäen, um uns fit zum machen für die Deutschen auf der langen Bahn Anfang April.“ Dort will sich Wendel für internationale Wettbewerbe qualifizieren. Raum für Freizeit bleibt ihm kaum. „Natürlich gibt es Angenehmeres, als morgens um vier Uhr aufzustehen und zu trainieren, aber es macht mir Spaß und deswegen mache ich das gerne.“

Die stetig wachsende Leistung und der Traum von Olympia in Rio des Janeiro 2016 sind für den jungen Höfinger Motivation genug, um solche Opfer zu erbringen. „Es freut mich immer wieder zu sehen, wie das harte Training Früchte trägt, es motiviert mich weiterzumachen.“ Ob es letztendlich für Olympia reicht, weiß er aber nicht. Fakt ist, dass ihm momentan rund drei Sekunden auf 100-Meter-Schmetterling zur Qualifikation fehlen.

Einiges hat sich bei Fabrice Wendel in den vergangenen Wochen und Monaten verändert. Der Vereinswechsel von der SpVgg Weil der Stadt zum VfL Waiblingen und das im September begonnene freiwillige soziale Jahr, das er in der Geschäftsstelle des Schwimmverbandes Württemberg om Stuttgart absolviert. Außerdem ist der Sportler in das Haus der Athleten in Stuttgart gezogen. „Es ist nicht besonders luxuriös, aber es erfüllt seinen Zweck“, so Wendel. Vor allem die verkürzten Anfahrten zum Training und die damit verbundene Flexibilität haben den Höfinger zu diesem Schritt bewogen. „Ich kann die Zeit, die ich normal im Zug verbracht habe, nun sinnvoller nutzen und in mein Training investieren“, sagt er. Wie es nach seinem freiwilligen sozialen Jahr weitergehen soll, weiß Wendel noch nicht genau. „Ich habe vor nach Amerika zu gehen, um dort zu studieren, Betriebswirtschaftslehre oder Sportmanagement.“ Dabei hofft er auf ein Stipendium.

Auch 16 Aktive der Wasserfreunde Leonberg sind in Waiblingen am Start gewesen. Agon Istrefaj (Jahrgang 1999) ließ die Konkurrenz über 100 Meter Schmetterling und Lagen hinter sich und holte sich jeweils den Titel. Ramon Faria Haug (1999) wurde württembergischer Meister über 50 Meter Rücken, Vizemeister über 50 Meter Freistil und 50 Meter Schmetterling sowie Dritter über 100 Meter Freistil. Bronze erschwammen sich auch Mark Cedric Kelbel (1996) über 100 Meter Lagen, Philipp Merkle (1995) über 200 Meter Rücken und Sarah Ziegler (1995) über 200 Meter Schmetterling.

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