Regio-Rad in Rutesheim und Renningen Radeln wird von jetzt an noch leichter

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Am Bahnhof Rutesheim stehen mehrere Pedelecs bereit. Die Ausleihe funktioniert elektronisch mithilfe der blauen Terminals. Foto: Rutesheim

Renningen/Rutesheim - Als ob jemand mitläuft und anschiebt – so etwa fühlt es sich an, wenn man mit einem ­E-Bike einen Berg hochfährt. Beim ersten interkommunalen Leihradsystem „Regio-Rad Stuttgart“ stehen auch im Kreis Böblingen an unterschiedlichen Standorten Leihräder bereit, die via Handy ganz einfach angemietet werden können. Seit wenigen Tagen – also mit ein paar Monaten Verspätung – können die Nutzer nicht nur auf normale Fahrräder zugreifen, sondern auch auf Pedelecs. Beteiligt an dem Projekt sind neben der Stadt Leonberg auch Rutesheim und Renningen.

270 Exemplare einer exklusiv entwickelten Generation von E-Bikes, die das Radfahren elektrisch unterstützen, sind an rund 100 Ausleihstationen in der Landeshauptstadt Stuttgart und 19 angrenzenden Kommunen verfügbar. Regio-Rad Stuttgart bekommt damit die größte Pedelec-Flotte, die bundesweit im Bikesharing unterwegs ist, berichten die Städte Renningen und Rutesheim. Betreiber des Leihsystems ist die Deutsche Bahn Connect. Zur Flotte ge­hören weiterhin 700 konventionelle Fahrräder.

Rückgabe an jedem Standort möglich

Das Besondere am Angebot von Regio-Rad Stuttgart: Die Räder können nach der Benutzung an jedem beliebigen Standort wieder zurückgegeben werden. Wer sein Fahrrad in Renningen ausleiht, um eine Tour nach Rutesheim oder Stuttgart zu machen, kann das Rad dort einfach abstellen und mit dem Zug zurückfahren oder zu späterer Stunde ein neues Rad ausleihen. Dieses Konzept hat bereits viele Freunde gefunden. Im ersten Jahr haben sich schon knapp 21 000 Kunden angemeldet, berichten die Betreiber. Auch der örtliche ADFC zeigt sich sehr angetan von dem System. „Jedes Erwachsenen-Fahrrad auf der Straße ist ein Auto weniger im Stau“, ist Hans-Joachim Jäckel vom ADFC Renningen­Rutesheim-Magstadt-Weil der Stadt überzeugt.

Die Ausleihe und Rückgabe funktioniert elektronisch über Terminals an den Fahrradständern. „Das funktioniert gut“, berichtet Harald Langner vom Renninger ADFC. „Als mein eigenes Rad zur Montage war, wollte ich es einmal testen. Beim ersten Mal ist es etwas gewöhnungsbedürftig, man muss sich kurz einlesen.“ Aber wenn man alles befolgt, was einem in der App vorgegeben wird, geht alles problemlos, findet er. Auch Harald Langner schätzt wie Jäckel deshalb das neue Angebot.

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