Rat entscheidet gegen Lehrschwimmbecken Doch kein Wasser in der Sporthalle

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In der neuen Sporthalle wird es kein Lehrschwimmbecken geben. Foto: dpa

Renningen - Ganz unabhängig von den Ereignissen in Heimsheim hat auch der Renninger Gemeinderat das Thema Lehrschwimmbecken diskutiert. Nachdem ein solches Projekt bereits vor vielen Jahren aus Kostengründen abgelehnt wurde, brachten die SPD und die Frauen für Renningen nun erneut den Vorschlag ein, in die neu geplante Sporthalle ein Lehrschwimmbecken zu integrieren. „Wir waren uns damals einig, dass das nicht finanzierbar ist“, erklärte der Erste Bürgermeister Peter Müller. Allein die Folgekosten nach dem Bau lägen bei 250 000 Euro pro Jahr. „Bei den Prioritäten, die wir im Moment haben, wäre das nicht darstellbar. Wir sollten deshalb bei den Bürgern keine Erwartungen wecken, die wir nicht einhalten können.“

Vielen ist das Projekt zu teuer

Gerhard Kicherer von der SPD, zugleich Schulleiter der Friedrich-Schiller-Schule, verwehrte sich gegen den Vorwurf des Populismus. Es gehe hierbei auch um Bildungspläne. Schließlich stehe Schwimmunterricht auf dem Lehrplan, gleichzeitig tue das Land nichts dafür, dass die nötigen Schwimmbäder da sind. Dies wäre nun ein guter Anlass, das Land daran zu erinnern, dass es hier in der Pflicht stehe. „Wir wollen ja heute keinen Baubeschluss“, erinnerte Thomas Mauch (SPD). „Wir wollen nur, dass die Frage nach dem Lehrschwimmbecken wieder behandelt wird.“ Immerhin, ergänzte Resi Berger-Bäuerle (FfR), sei die neue Sporthalle „in den nächsten Jahren die letzte, die wir bauen, da sollte man über das Thema zumindest nachdenken“.

Grundsätzlich beurteilten alle Fraktionen die Idee als positiv. Doch wie die Verwaltung sahen sie viele als nicht finanzierbar an. „Der Antrag ist redlich“, formulierte es Jürgen Lauffer (Freie Wähler). „Aber allein die Baukosten sind immens.“ Zudem handle es sich dort um ein Grundwassergebiet, was problematisch sei. „Wir sollten nicht jeden Tag eine neue Kuh durchs Dorf treiben“, mahnte er und erinnerte daran, dass Renningen ein Freibad habe, in dem schon viele Kinder das Schwimmen gelernt haben. Die Mehrheit folgte letztlich dem Vorschlag, den Antrag von SPD und FfR abzulehnen, – bei sechs Gegenstimmen.

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