Petruskirche in Renningen Die erste Feier unter dem neuen Dach

Von
An dem neuen Gemeindehaus wird noch fleißig gewerkelt. Alles Wichtige ist jedoch inzwischen fertig, sodass am Sonntag die Einweihungsfeier im großen Gemeindesaal stattfinden kann. Foto: factum/Granville

Renningen - Die Handwerker sind noch fleißig bei der Arbeit, auch einiges an Inventar fehlt noch. Für die erste Feier im neuen evangelischen Gemeindehaus muss deshalb auch ein Spülmobil anrücken, bis das eigene Geschirr „eingezogen“ ist, erzählt Matthias Bauschert, der Pfarrer    der evangelischen Kirchengemeinde, schmunzelnd. Alles in allem ist das neue Gebäude an der Malmsheimer Straße aber inzwischen fix und fertig. Deshalb lädt die Kirchengemeinde für Sonntag, 3. Dezember, zur Einweihungsfeier ein. Der Gottesdienst findet aber noch in den bisherigen Räumen an der Martin-Luther-Straße statt.

Seit dem ersten Spatenstich im September 2016 sind knapp 15 Monate vergangen. Anfangs verfolgten die Beteiligten das Ziel, die erste Veranstaltung bereits zum Reformationsjubiläum am 31. Oktober feiern zu können. „Das war aber von Anfang an sehr ambitioniert“, sagt der Gemeindepfarrer Matt­hias Bauschert. Auch so sei der zeitliche Rahmen noch beachtlich. Wichtig ist Bauschert vor allem, dass der Wintergottesdienst – in der kalten Jahreszeit zwischen Januar und März wird der Gottesdienst immer von der Kirche ins Gemeindehaus verlegt –, dann in den neuen Räumen stattfinden kann. Die Außenanlagen werden im nächsten Frühjahr gestaltet.

Entscheidung fiel auf Neubau

Die Fertigstellung des neuen Hauses bedeutet für die Mitglieder der Gemeinde eine große Erleichterung. Denn ihr bisheriger Standort an der Martin-Luther-Straße ist stark sanierungsbedürftig, das Ober­geschoss darf schon seit Jahren aus Brandschutzgründen nicht mehr genutzt werden. Da die Kosten für eine Sanierung oder einen Neubau sich nicht viel geschenkt hätten, fiel die Entscheidung der Kirchen­gemeinde auf einen Neubau. Und der steht nun auf dem Platz direkt vor der Petrus­kirche an der Malmsheimer Straße.

Der Standort ist nicht unumstritten, befindet er sich doch direkt neben dem Rathaus und ist prägend für das Stadtbild. Kritische Stimmen gab es daher von Anfang an, aber ebenso positive Reaktionen. „Ich habe inzwischen sogar positive Rückmeldungen von Leuten bekommen, die dem Ganzen vorher sehr kritisch gegenüberstanden, denen das Gebäude jetzt aber gut gefällt“, erzählt Matthias Bauschert. Er selbst sei richtig zufrieden mit dem, was da an der Malmsheimer Straße entstanden ist. „Ich freue mich immer, wenn ich hineinkomme, es ist ein helles, freundliches Haus.“ Auch mit der Zusammenarbeit mit dem zuständigen Architekten Holger Schlichtig sei er sehr zufrieden.

Umzug erfolgt erst nach und nach

Noch stehen einige kleinere Arbeiten an dem Gebäude aus. Ein Umzug der vielen Gruppen, die das Gemeindeleben gestalten, wird daher erst im neuen Jahr erfolgen. „Die Gruppen werden jetzt nach und nach das alte Haus ausräumen und die ­Sachen hier unterbringen“, berichtet Bauschert. Dieser Übergang sei aber recht ­unproblematisch, denn der Verkauf des Hauses an der Luther-Straße wird jetzt erst ­besiegelt. „Es geht an die Pfarrei-Stiftung, an der Stelle sollen später moderne ­Wohnungen entstehen“, erklärt Bauschert.

Das neue Gemeindehaus besitzt zwei Stockwerke. Der große Gemeindesaal bietet Platz für etwa 200 Besucher. Er liegt im ersten Stockwerk, aufgrund der Hanglage ebenerdig zur Kirche. Dank der großen Glasfront fällt der Blick von dort aus also direkt auf das Gotteshaus. Dazu besitzt das Gebäude mehrere Gruppenräume, die sich in der Größe dank mobiler Trennwände leicht variieren lassen. Beide Stockwerke sind barrierefrei zugänglich. Auf ein Satteldach haben die Planer bewusst verzichtet, damit das Gebäude nicht zu hoch wird und sich neben Kirche und Rathaus „einordnet“. Die Kosten wurden auf 1,8 Millionen Euro veranschlagt, in diesem Rahmen ­werde sich das Ergebnis voraussichtlich auch bewegen, so Bauschert.

Artikel bewerten
2
loading
Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln
  1. null