OB-Kandidat in Böblingen Stefan Belz will mehr Bürgerbeteiligung

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Die Zukunft im Blick: Stefan Belz. Foto: privat

Böblingen - Ein Stadtticket würde Stefan Belz einführen, ein Museum für Stadtgeschichte einrichten und mehr Bürgerbeteiligung anbieten, wenn er am 4. Februar zu Böblingens neuem Oberbürgermeister gewählt wird. „Zukunft findet Stadt“ lautet der Wahlslogan des grünen Stadrats, der seit drei Jahren im Gemeinderat sitzt. Das Radwegenetz ist für ihn ein wichtiges Thema: „Wir müssen mit der Flickschusterei aufhören“, sagt er. Ein einkommensabhängiges Stufenmodell für die Kindergartengebühren schwebt ihm außerdem vor und er plädiert für einen Jugendtreff im Stadtteil Flugfeld.

„Ich will mit der Bürgerschaft zusammen Ideen für die Stadt entwickeln“, betont Stefan Belz. Denn die Bürgerbeteiligung kommt ihm unter dem Amtsinhaber zu kurz. Klare Richtlinien will er mit dem Gemeinderat dazu entwickeln, wie die Beteiligungsprozesse künftig ablaufen sollen. Wolfgang Lützner wirft er auch Versagen bei der Stadtentwicklung vor. Als Beispiel nennt er die Schließung des Penny-Marktes in der Schönaicher Straße. Weil ein Neubau des Supermarktes von der Verwaltung nicht ermöglicht worden sei, hätten die Besitzer nun das Grundstück verkauft. Auch am Schlossbergring habe der Oberbürgermeister den Handlungsbedarf nicht erkannt, kritisiert Stefan Belz. Wie die Straßen dort attraktiver gestaltet werden können, will er mit den Einzelhändlern diskutieren. Zusätzliche Stellen im Rathaus für die Stadtentwicklung sind sein Plan.

Einrichtung eines Zukunftsforums für Innovation und Digitalisierung

Unter der Überschrift Klimaschutz steht bei dem Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik die Sanierung der öffentlichen Gebäude auf der Agenda, vorrangig der Kindertagesstätten und der Schulen. Mit Hilfe eines Schulentwicklungsplans, den er gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrer entwickeln will, sollen die Schulen fit für die Zukunft gemacht werden. Sauberer soll die Luft am Schlossbergring durch „einen gut organisierten Verkehr“, möglichst in Kooperation mit Sindelfingen, werden. Eine Kampagne für mehr Sauberkeit in der Stadt steht auch in seinem Programm.

Damit in Böblingen die Wirtschaft weiterhin floriert, fordert Stefan Belz die Einrichtung eines Zukunftsforums für Innovation und Digitalisierung. Mit Leuchtturmprojekten auf dem Flugfeld wie einem autonom fahrenden Shuttle oder einer Wasserstofftankstelle sollte die Stadt der Taten und Talente seiner Ansicht nach „ihren Ruf ins richtige Licht rücken“.

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