Neuer Leiter des Polizeireviers Ditzingen Aus dem Ministerium in die Stadt

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Der Ludwigsburger Polizeipräsident Frank Rebholz (Mitte) setzte Sven Schüler (links) ins Amt ein, nachdem er Frank Reiser verabschiedet hatte. Foto: factum/Bach

Ditzingen - Ein „junger Wilder“ – passt diese Beschreibung auf den neuen Leiter des Ditzinger Polizeireviers? Der Ludwigsburger Polizeipräsident Frank Rebholz hätte Sven Schüler nach eigenen Angaben beinahe mit diesen Worten den Festgästen am Mittwoch im Ditzinger Bürgersaal vorgestellt. Doch er unterließ es, wenngleich es in seiner Vorstellung Schülers immer wieder auch ums Tempo ging. Sportlich schnell, binnen 16 Jahren, habe der es vom Polizeikommissar-Anwärter bei der Polizeischule Biberach zum Revierleiter gebracht. Zuletzt war Schüler als Referent für Verkehr zum Innenministerium abgeordnet. Er war für die Verkehrsüberwachung – kurz VÜ – verantwortlich. Sein Spitzname lautete deshalb „Mister VÜ“.

In der Feierstunde wurde Sven Schüler offiziell in sein neues Amt eingesetzt. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Polizei und der Kommunen wurde zugleich der bisherige Revierleiter Frank Reiser verabschiedet. Reiser leitet bereits seit Oktober vergangenen Jahres die Führungsgruppe der Verkehrspolizei Zimmern ob Rottweil beim Polizeipräsidium Tuttlingen. Seine Stelle war seither vakant.

Akribisch auf Termine vorbereitet

Rebholz wie auch der Erste Kriminalhauptkommissar Albert Schaub für den Personalrat verwiesen auf Reisers Akribie, mit der er sich auf Termine vorbereitete, beziehungsweise sein Ordnungs- und Ablagesystem gepflegt habe. Gleichwohl sei er ein Revierleiter gewesen, auf den man sich stets habe verlassen können und der sich für die Mitarbeiter eingesetzt habe.

Der Ditzinger Oberbürgermeister Michael Makurath ging in seinem Grußwort auf die grundsätzliche Aufgabe der Polizei ein. Es könne kein menschliches Zusammenleben geben, ohne dass es auch Menschen gebe, die darauf achteten, dass die Regeln befolgt werden. Er verwies darauf, dass der in Freiheit lebende Mensch neben Rechten auch Pflichten habe, was bisweilen nicht immer im Bewusstsein der Menschen verankert sei. Dass das Sicherheitsbedürfnis der Gesellschaft steige, können möglicheweise aber auch der demografischen Entwicklung geschuldet sein. Gleichwohl: Wenn es Freiheit und Sicherheit gebe, „wenn beides stimmt, fühlen sich die Menschen wohl. Und im Strohgäu fühlen sie sich wohl“, so der Oberbürgermeister.

Ein „Weiter so“ reicht wohl nicht

Das Polizeirevier Ditzingen ist verantwortlich für die Städte Ditzingen, Gerlingen, Korntal-Münchingen sowie die Gemeinde Hemmingen – laut Makurath also für rund 75 000 Menschen. Der Oberbürgermeister gab Sven Schüler mit auf den Weg, dass – bei allen Lorbeeren für seinen Vorgänger – ein „Weiter so“ nicht reichen werde, weil sich die Dinge ständig veränderten und entwickelten. Der 34-Jährige nahm das gerne auf. Er wolle ein verlässlicher Partner für alle sein.

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