Leonberger Rathaus eröffnet Wie wär’s mit einem Bild im OB-Büro?

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Einmal Oberbürgermeister sein: dieses Gefühl darf jeder, der zum Tag der offenen Tür kommt, haben – und sogar auf dem Chefsessel Platz nehmen. Foto: factum/Granville

Leonberg - Es ist ein Tag der offenen Tür wie er sein muss: Die Sonne lacht vom Himmel und mit dem Start um 12 Uhr strömen die Bürger durch die drei Eingänge in das neu gebaute Leonberger Rathaus. Dass der Vorplatz noch nicht fertig geworden ist und hier noch zwei gelbe Bagger stehen, stört niemanden.

Die Besucher interessiert vielmehr, wie es innen aussieht. Hell und freundlich ist das Foyer. Holzbänke mit schwarzen Ledersitzen laden zum Verweilen ein. Wer hier sitzt, hat alles im Blick. Die offene Eingangshalle wird heute tatsächlich zum Marktplatz. Gleich rechts neben dem Eingang, vor dem i-Punkt, starten die Führungen durch das Haus mit dem Architekten Günther Schaller, der Kulturamtsleiterin Christina Ossowski, Karl-Georg Dittmar von der Gebäudetechnik, Baubürgermeister Klaus Brenner oder mit dem Oberbürgermeister persönlich, die in seinem Büro enden. Hier erzählt Bernhard Schuler von der Logistik des großen Umzugs der Mitarbeiter.

Bis zum 30. Dezember 2016 mussten alle 200 Kollegen ihre Umzugskartons gepackt haben. Am 7. Januar 2017 wurde wieder ausgepackt und schon am 8. Januar hatte das Rathaus neu geöffnet.

Einzeln oder in Gruppen von 30 bis 40 spazieren die Besucher durch das Haus. Mittlerweile sind die Fahrstühle überlastet und so nehmen viele für den Weg nach oben die Treppen. Es ist ein ständiges Auf- und Ab auf Treppen und Fluren und immer wieder trifft man Bekannte, bleibt kurz stehen, wirft einen Blick nach unten ins Atrium.

Unterwegs stellen sich die in den verschiedenen Stockwerken ansässigen Fachabteilungen vor, zum Beispiel Ordnungsamt, Personal- oder Bauamt. Wer hier gut aufpasst, dem fällt es sicher nicht schwer, das Gewinnspiel zu lösen. Gefragt wird zum Beispiel nach einer besonderen Leon­berger Hunderasse oder aus wie vielen ­Mitgliedern der Leonberger Gemeinderat besteht. Das richtige Lösungswort lautet übrigens: Rathausneubau.

Am Ende treffen sich alle auf den beiden Terrassen im fünften Stock. Von hier aus bietet sich ein toller Ausblick über die ­ganze Stadt. Der Blick reicht über das noch unbebaute Layher-Gelände hinweg bis zur Altstadt.

Ein großer Publikumsmagnet ist die Fotobox im fünften Stock: Die Besucher können sich kostenlos fotografieren lassen und ihr Bild wird automatisch in einen ­vorbereiteten Hintergrund einkopiert: Zur Wahl stehen ein Foto von der Rathausbaustelle, ein Motiv mit dem Oberbürgermeister auf dem Balkon oder in seinem Büro.

Eine witzige Idee, die von vielen Familien mit Kindern genutzt wird. Die haben außerdem ihren Spaß auf dem künftigen Rathausparkplatz mit dem Spielmobil, beim Kinderschminken oder bei der Besichtigung von zwei Feuerwehrautos.

Der Tag wird vielen unvergesslich sein, nicht nur wegen der neuen Eindrücke, sondern auch, weil das Essen und die Getränke bei heißen Jazz-Rhythmen kostenlos sind. Entsprechend war am Abend dank 5000 Besuchern nichts mehr da.

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