Leonberg Einen Blick in die handgeschriebene Geschichte wagen

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haben dem Leonberger Steuerabrechnungsbuch aus der Zeit von 1688-1689 stark zugesetzt. Foto:  

Leonberg - Der Verband deutscher Archivare ruft am Samstag, 3. März, alle Archive in Deutschland dazu auf, die Öffentlichkeit mit einem attraktiven Programm auf die Bedeutung archivischer Arbeit hinzuweisen.

Auch in Leonberg haben an diesem Tag zwei Archive geöffnet. Das Stadtarchiv im Eltinger Rathaus (Carl-Schmincke-Straße 37) ist von 11 bis 17 Uhr offen, das Archiv für Familienforschung der Werner-Zeller-Stiftung (Seedammstraße 1) hat von 10 bis 14.30 Uhr geöffnet. Der Tag in den beiden Archive steht unter dem Motto „Von Tagebüchern, Mäusefraß und Buchpatenschaften“.

Themenschwerpunkt im Stadtarchiv des Eltinger Rathaus ist die Restaurierung. In der Vergangenheit sind dort viele Archivalien durch Mäuse, Holzwürmer oder Wasser beschädigt worden. Restauratorin Caroline Gerken und Buchbindermeister Michael Steiert werden deshalb Methoden vorstellen, mit denen historische Dokumente dauerhaft erhalten werden können.

Darüber hinaus werden an dem Tag allgemeine Einblicke ins Archiv gewährt. Führungen finden um 11.30, 14.30 und 15.30 Uhr statt. Im Stadtarchiv dokumentieren ungefähr 1000 laufende Meter Urkunden, Bände und Akten ab dem Jahr 1410 die Geschichte Leonbergs und seiner Ortsteile. Die Archivleiterin Bernadette Gramm und ihre Kollegin Birgit Schneider geben Einblick in ihre Arbeit und zeigen an Beispielen Forschungsmöglichkeiten auf.

Erinnerungsstücke erhalten

Das Archiv für Familienforschung der Werner-Zeller-Stiftung sammelt, vor allem durch die Aufnahme von Familiennachlässen und privaten Dokumenten, Material zur Familienforschung. Es wirkt dem Verlust von wertvollen Erinnerungsstücken entgegen, die häufig bei Haushaltsauflösungen verloren gehen. Für genealogische Forschungen hat das Archiv eine Spezialbibliothek eingerichtet. Um 10.30, 12 und 13.30 Uhr werden dort Führungen angeboten und eine Bildpräsentation vorgestellt.

Patenschaften

Das Stadtarchiv Weil der Stadt praktiziert es schon seit einigen Jahre erfolgreich: Wer sich mit seiner Heimat verbunden fühlt und sich engagieren möchte, der kann eine Patenschaft für eine Archivale übernehmen – allein oder mit anderen. Dafür sucht jetzt auch das Stadtarchiv Leonberg Paten, die die Kosten für die ausgestellten Bände übernehmen. In den geretteten Bänden werden die Paten dann „verewigt“.

Der für Weil der Stadt angekündigte Tag des offenen Archivs muss aus krankheitsgründen entfallen. 

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