Halloween-Vorbereitungen Kürbisschnitzen macht einfach allen Spaß

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Die Kürbisse bekommen gruselige Gesichter verpasst. Foto: factum/Granville

Leonberg - Bereits zum neunten Mal lädt der Obst-und Gartenbauverein Höfingen (OGV) zum Kürbisschnitzen auf dem Gelände der Strohgäuhalle ein. Trotz kühler Temperaturen ist der Andrang groß und die Stimmung fröhlich. Waren es im vergangenen Jahr noch 140 Kürbisse, ist die Zahl dieses Jahr bereits auf 180 angewachsen. Der Ehrgeiz ist groß, nächstes Jahr die 200er Grenze zu knacken.

Vielfältige Motive für Anfänger, Könner und Profis stehen zur Auswahl. Nach dem Aushöhlen entstehen so die tollsten Kürbisgeister in allen Größen für Halloween. Hexen, Vam­pire, Fledermäuse, ­Eulen, Katzen und andere Vorlagen werden sorgfältig aus­geschnitzt. „Zum Schluss müssen wir die fertigen Kürbisse noch aussprühen damit sie auch haltbar bleiben.“, erklärt ­Bettina Brösamle, Schriftführerin des OGV. „Wir lassen uns jedes Jahr etwas ­Neues einfallen. Unser Ziel war eine junge Veranstaltung ins Leben zu rufen. Und ­natürlich wollen wir uns auch immer ­weiter verbessern.“

Mit Blick auf die zahlreichen Besucher, die emsig an ihren Kürbissen arbeiten, fügt Brösamle hinzu: „Aber vor allem ist es ein beliebter, kommunikativer Treffpunkt für Jung und Alt. Unser jüngster Teilnehmer ist drei Jahre alt, der Älteste 86.“

170 Kilo-Kürbis

Ein riesiger Kürbis fällt sofort ins Auge. Der zweite Vorsitzende Martin Rudorfer, schon zum dritten Mal in Folge württembergischer Meister im Kürbiszüchten, erklärt: „Das gute Stück wiegt 170 Kilogramm. Die sonst eher kritischen Kinder essen hier mit Begeisterung sogar rohen Kürbis.“ Für ihn ist vor allem das schnelle Wachstum faszinierend. „Eine Kürbispflanze wächst am Tag bis zu 20 Zentimeter und die Frucht kann in 24 Stunden bis zu 15 Kilogramm an Gewicht zulegen.“, berichtet der passionierte Hobbyzüchter.

Olga Sasdelli ist auch in diesem Jahr wieder mit einem besonders anspruchsvollen Motiv dabei. „Eine Spinne und einen Gefangenen habe ich mir ausgesucht.“, erzählt die grauhaarige Dame erfreut. Drinnen stehen kulinarische Köstlichkeiten rund um den Kürbis für alle bereit. Es gibt saftigen Kürbiskuchen, Muffins und leckere Kürbissuppe, die von fleißigen Helfern gegen eine kleine Spende verteilt werden. „Die haben wir heute früh ganz frisch ­gekocht. Garantiert ohne Zusatzstoffe. ­Gesund und pur. Bei den kühlen Temperaturen ist ein warmer Teller Suppe genau das Richtige“, weiß Bettina Brösamle. Ein leuchtender Kürbis mit einer Frisur aus Lutschern steht für die Kinder zur Verfügung.

Am Ende gibt’s sogar ein Diplom

Wenn ein Kürbisgeist fertig ist, wird ein schönes Erinnerungsfoto für das sogenannte Diplom gemacht. Auch Familie Claßen ist schon zum siebten Mal dabei. Jonas Claßen hat dieses Jahr Snoopy und Charlie Brown ausgeschnitzt. „Das ist immer schön und macht echt Spaß. Mir gefällt es hier und es sind viele Bekannte dabei.“, sagt der Elfjährige. Seine ältere Schwester ist noch draußen und versucht sich an einem schwierigen, filigranen Motiv. „Nächstes Jahr haben wir unser Zehnjähriges. Dann werden wir uns etwas ganz Besonderes ­einfallen lassen.“, kündigt Brösamle an.

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