Leonberg Gut, wenn Freunde anpacken

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Wer wird der nächste Rathaus-Chef: Tennislegende Boris Becker, Super Mario oder vielleicht doch unsere Leonie? Foto: factum/Bach

Leonberg - Vor den Toren der Stadt, am Benzenbühl, steht eine Art Pferdemarkt-Fabrik: Hier hat Jörg Langer seine Halle. Der Landwirt, der im Gemeinderat für die Freien Wähler vor allem die Interessen seiner Kollegen vertritt und bei vielen Festen als „Singender Stadtrat“ für Stimmung sorgt, kümmert sich nicht nur um seine wohlschmeckenden Kartoffeln, Musik und Politik.

In diesen Tagen ist er vornehmlich mit dem Wagenbau beschäftigt. Neben den Gefährten seiner beiden Clubs, dem Obst-, Garten- und Weinbauverein und eben den Freien Wählern, bekommt es Langer auch noch mit dem Pferdemarkt-Wagen der Leonberger Kreiszeitung zu tun. Denn um den richtig schön zu machen, so meint Albert Kaspari, bedarf es einer professionellen Behandlung. Eben jener in der Halle des Eltinger Kartoffel-Meisters.

Jörgs Halle ist besser

Kaspari war von den Zeitungsleuten um Amtshilfe gebeten worden. Und der Vorsitzende der Obstanbauer und Wengerter erkannte schnell: In der beengten Garage des LKZ-Verlagsgebäudes lässt sich nur schwer ein gescheiter Wagen zusammenbauen: „Da ist die Halle vom Jörg schon besser.“

Und so wurde das Gefährt, das die Zeitungsmacher von der Renninger Familie Widmaier zur Verfügung gestellt bekommen hatten, auf den Eltinger Höhen so richtig aufgehübscht: Ein echter Prunkwagen für den künftigen Leonberger Oberbürgermeister. Glanzpunkt war natürlich der prachtvolle Thron des Stadtoberhaupts. Für den hatte sich die LKZ-Marketing-Spezialistin Nadja Reichert sogar temporär von ihrem heimischen Lieblingssessel getrennt.

Machtspiel auf dem Wagen

Am Dienstag konnte das Pferdemarkt-Volk erleben, wie diverse Umstürzler den zum Zirkusdirektor degenerierten OB vom Stuhl verdängen wollten. Sei es der „OBoris“, der als alternder Tennisstar neue Kohle braucht, der Super Mario, der alles kann, die machthungrige Prinzessin, der junge, noch ein bisschen naive Prinz oder Gangsterboss Al Capone, der mit seiner im Geigenkoffer verborgenen Maschinenpistole alle aus dem Weg räumt. Oder vielleicht doch LKZ-Zugpferd Leonie?

Das Machtspiel auf dem Wagen wurde flankiert von drei Clowns, die die jubelnden Zuschauer mit Süßigkeiten versorgten. Dass die Zeitungsleute so bunt unterwegs sein konnten, ist dem Naturtheater zu verdanken, das gerne mit Kostümen ausgeholfen hat. Man sieht: Gemeinsam ist man stark. Oder um mit den Beatles zu sprechen: With a little help from our friends. Die LKZ sagt danke!!!

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