Leonberg: Fünftes Solitude Revival Als eine Runde noch 72 Kilometer lang war

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Der Porsche Carrera Baujahr 1962. Foto: LKZ/Maak

Leonberg - Der Geruch von Benzin liegt in der Luft, schon von Weitem hört man das Geräusch dröhnender und knatternder Motoren – es ist unüberhörbar, dass beim fünften Solitude Revival wieder Rennsportlegenden in historischen Fahrzeugen Besitz von der legendären Strecke genommen haben. Die Rennen werden vom Sprecherturm aus fachmännisch kommentiert und mit allerlei Anekdoten gewürzt.

Anekdoten weiß auch Eberhard Mahle zu erzählen, der am Porsche-Zelt von Rennsportenthusiasten umringt wird, als er aus seinem Porsche Carrera 356 GT aus dem Jahr 1960 aussteigt, mit dem er soeben eines von mehreren Rennen bestritten hat. „Die Strecke ist tadellos hergerichtet“, berichtet der 84-Jährige, der zwischen 1954 und 1968 in 210 Rennen 150 Siege feierte und in Leonberg wohnt.

Ein Auto im Wert von sieben Millionen Euro

Er zeigt auf einen Porsche 550 A Spyder, der ebenfalls im Porsche-Zelt ausgestellt ist. Mit diesem Fahrzeug, das heute im Porschemuseum steht, hat Eberhard Mahle zusammen mit Herbert Linge 1959 beim Langstreckerennen über 1000 Kilometer im sizilianischen Targa Florio den zweiten Platz belegt. „Die Strecke liegt auf dem Gut des italienischen Großgrundbesitzers Vincenzo Florio, es war ein reines Straßenrennen“, erinnert sich Mahle noch gut. Eine Runde sei 72 Kilometer lang gewesen, nach drei Stunden hätten sich Linge und er jeweils abgewechselt. „Der Start war morgens um 6 Uhr, nach etwas mehr als neun Stunden waren wir im Ziel“, erzählt Mahle. Der Porsche Spyder sei das erste reine Rennfahrzeug von Porsche gewesen. Weltweit seien nur 35 Stück davon produziert worden, es habe heute einen Marktwert von sieben bis acht Millionen Euro.

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