Leonberg Feuerwehr ist für die Zukunft gut aufgestellt

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Das Kommandanten-Trio: Markus Kucher, Wolfgang Zimmermann und Stefan Rometsch (von links). Foto: factum/Bach

Leonberg - Wenn die Feuerwehr einen Betriebsrat hätte, wäre der schon längst bei der Führung vorstellig geworden, um auf die Belastung der Mannschaft hinzuweisen.“ Zu diesem Vergleich griff der Erste Bürgermeister Ulrich Vonderheid bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Leonberg in Gebersheim. Knapp zehn Prozent Einsätze mehr gab es 2016 im Vergleich zum Vorjahr (503 zu 468) – übrigens das einsatzreichste Jahr der Leonberger Wehr. Dabei hat die Zahl der Freiwilligen nur um drei Prozent zugelegt beziehungsweise sogar nur um ein Prozent, wenn man allein die aktiven Feuerwehrleute in der Kernstadt, in Warmbronn, Gebersheim und Höfingen betrachtet (172 zu 167). Zur Gesamtfeuerwehr mit Jugend- und Altersabteilung sowie Schalmeienzug zählen derzeit 313 Mitglieder. „Wir haben die Grenze der Belastbarkeit erreicht“, meinte dann auch der stellvertretende Kommandant, Stefan Rometsch.

Bedarfsplan im März im Gemeinderat

Die Feuerwehr ist eine grundlegende Aufgabe jeder Kommune. Und so wurde in den vergangenen Monaten mit Hochdruck an einem Feuerwehrbedarfsplan für Leonberg gearbeitet, der dem Gemeinderat im März vorgelegt werden soll. Überprüft wurde dabei alles, von der Ausstattung, der Qualifizierung der Freiwilligen über die Mannschaftsstärke und Verfügbarkeit bis hin zur Finanzierung und Empfehlungen für die Zukunft. Der Erste Bürgermeister verriet bei der Jahreshauptversammlung bereits ein paar Ergebnisse.

Qualität sehr gut, Verfügbarkeit verbesserungsbedürftig

„Die Mannschaft ist sehr gut ausgebildet. Auch unsere Strategie, die Fahrzeuge über die Jahre sukzessiv durch neue zu ersetzen, ist aufgegangen“, sagte Ulrich Vonderheid. Einzig bei der Einsatzstärke und Tagesverfügbarkeit vor allem wochentags wurden Defizite ausgemacht. Wie dem begegnet werden soll, werde man noch diskutieren. Angesprochen wurde etwa die Möglichkeit, sogenannte Tagesausrücker einzusetzen, also Mitglieder anderer Wehren, die tagsüber in Leonberg arbeiten. Der Erste Bürgermeister aber machte klar: „Die ehrenamtliche Feuerwehr steht für uns an erster Stelle.“ Er lobte zudem die besonders gute Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen und der Polizei.

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