Leonberg Auf der Sonnenseite des deutsch-französischen Lebens

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Isabelle Truchot zeigt Bürgermeister Klaus Brenner das Beet, das sie mit den Gärtnern Mikael Aubert und Dominique Kern (von links) angelegt hat. Im Bild rechts: Das Leonberger Beet beim Festival „Belflorissimo“ in der Partnerstadt Belfort. Foto: factum/Weise

Leonberg - Lass’ die Sonne in dein Herz! Was der Schlager von 1987 vorschlägt, lässt sich seit Mittwoch besonders gut an der Hirschbrunnenkreuzung umsetzen. Nicht nur passt das tolle Wetter dieser Tage dazu. Nein, auch die Gärtner aus der Leonberger Partnerstadt Belfort haben ihren Beitrag dazu geleistet und das Partnerschaftsbeet an der Kreuzung in nur einem Tag gestaltet.

„Das Thema sind die Farben der Sonne, von Weiß über Gelb und Orange bis Rot“, erklärt Isabelle Truchot, die erstmals die Verantwortung dafür trug. Gemeinsam mit den Gärtnern Dominique Kern und Mikael Aubert sowie einem mit Pflanzen voll bepackten Kleintransporter ist sie am Dienstag nach Leonberg gekommen. Am Mittwochvormittag war bereits alles fertig. 900 Pflanzen haben sie in dieser Zeit gesetzt, außerdem drei übergroße Töpfe ins Beet gelegt. „Aus denen wachsen dann Boden­decker heraus“, erklärt die Gartenbauexpertin auf Französisch, während eine Mitarbeiterin der Stadt Leonberg übersetzt. Im hinteren Teil des Beetes stehen Ranksäulen aus Metall, an denen der Kletterjasmin nun empor kraxeln kann. So habe man Grün in verschiedenen Größen auf dem Beet.

Die Farbenpracht entwickelt sich noch

Gesetzt wurden dutzende verschiedene Pflanzen, von Sonnenblumen und Callas, über Geranien und Petunien bis hin zu Zinnien, Cyperngras, Rudbeckien, Studentenblumen oder auch Süßkartoffeln. Noch blüht nur eine Hand voll, etwa das Wanderröschen, das seine Farbe von Orange noch ins Rote wechseln wird.

„Das Beet wird seine Pracht entwickeln, je weiter der Sommer voranschreitet. Das wird dann eine wahre Farbenexplosion“, freut sich der Baubürgermeister Klaus Brenner. Autofahrer und Fußgänger können quasi täglich beim Entfalten zusehen.

Eingebunden in die Gestaltung sind auch die Holzskulptur „Deutsch-französische Freundschaft“ des Höfinger Künstlers Walter Hörnstein und die drei Bäume in dem Bereich. „So können wir mit den Pflanzen auch ein bisschen Sonne in den Baumschatten holen“, philosophiert Isabelle Truchot. Die Belforter Gärtner haben auch ein eigens angefertigtes Schild mitgebracht: „40 ans Belfort – Leonberg“ – 40 Jahre, so lange besteht bereits die Städtepartnerschaft.

Deutsch-französische Freundschaft im Vordergrund

Gefeiert wurde dies auch am vergangenen Wochenende in Frankreich. Denn da fand in Belfort das Blumenfestival Belflorissimo statt. „Aus Anlass des Jubiläums war das Leonberger Beet diesmal nicht in der Fußgängerzone, sondern direkt vorm Rathaus“, berichtet Volkmar Hubbes, der als Gärtner beim Leonberger Bauhof auch für den Pomeranzengarten zuständig ist und gemeinsam mit Kollegen vergangene Woche nach Belfort gereist war. Das Leonberger Beet sei dort super angekommen. „Aber im Gegensatz zu der Pflanzung hier musste unseres sofort repräsentativ sein“, erzählt er.

„Wir wollen jetzt den Schwung mitnehmen“, verkündet Baubürgermeister Brenner. Immerhin befindet sich das Belforter Beet an einer zentralen Kreuzung und einem von nur zwei Zugangspunkten zur Altstadt. „Aber der öffentliche Raum muss generell stärker in den Vordergrund“, meint der oberste Stadtplaner.

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