Kindergarten an der Jahnstraße Für den Übergang: Lieber kaufen als mieten

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Ein zeitlich begrenzter Kindergarten an der Jahnstraße soll zusätzlichen Platz für kleine Racker bieten. Foto: dpa

Renningen - Bis der nun genehmigte Kindergarten an der Rankbachstraße steht, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Um die von kommendem Jahr an zu erwarteten Engpässe trotzdem irgendwie in den Griff zu bekommen, hat die Stadtverwaltung vorgeschlagen, einen zeitlich begrenzten zweigruppigen Kindergarten an der Jahnstraße einzurichten. Der Rat folgte der Empfehlung des Technischen Ausschusses und gab seine Zustimmung.

Kosten: 800 000 Euro

Im Gegensatz zu den bekannten Containern sollen hier mobile Raumzellen aus Holz zum Einsatz kommen. Deren Unterschied liegt aber nicht nur im Material. Die Container werden fix und fertig geliefert und aufgestellt, die Raumzellen müssen erst vor Ort aufgebaut werden. Allerdings sind diese nach entsprechender Wartung auch wiederverwendbar. Bei der Frage, ob kaufen oder mieten, entschied sich der Rat auf Vorschlag der Verwaltung für einen Kauf. Denn eine Miete auf fünf Jahre käme die Stadt nicht wesentlich billiger – bei einem Angebot sogar teurer –, dafür bliebe Renningen flexibel, falls die Räume auch über die fünf Jahre hinaus noch benötigt werden. Die Kosten veranschlagte die Verwaltung mit 600 000 Euro für die Räume und 200 000 Euro für die Einrichtung.

„Wir können eigentlich nur so verfahren“, stellte Resi Berger-Bäuerle (Frauen für Renningen) klar, „denn wir brauchen den Platz. Hauptsache, der Kindergarten kommt schnell.“ Wolfgang Steudle (CDU) hinterfragte, ob diese neuen Plätze denn überhaupt voll werden. Marcello Lallo, Leiter des Fachbereichs Bürger und Recht, ist sich da sehr sicher: „Wir müssen die Menschen zum Teil jetzt schon vertrösten.“ Problematischer sei vielmehr, das nötige Personal für die Gruppen zu finden.

Lange Lieferzeiten für die Räume

Kritisch äußerte sich Jürgen Lauffer von den Freien Wählern. Der Rat solle von jetzt auf nachher über 800 000 Euro entscheiden. Dieses Thema hätte man durchaus früher auf dem Schirm haben können, fand er. „Wir stehen hier vor dem gleichen Pro­blem wie andere Kommunen auch“, sagte Bürgermeister Wolfgang Faißt. Viele Entwicklungen hätten sich so eben nicht absehen lassen. Das Thema sei außerdem bereits im Frühjahr durch den Rat gegangen. Seither habe die Verwaltung die unterschiedlichen Möglichkeiten geprüft.

Bei der Frage, wann mit der Fertigstellung zu rechnen sei, fiel die Antwort von Stadtbaumeister Hartmut Marx ernüchternd aus: Die Stadt rechne mit Lieferzeiten von etwa 30 Wochen. Wolfgang Faißt ergänzte: „Es fehlen überall Kindergartenplätze.“ Engpässe bei den Lieferungen seien daher nie auszuschließen. „Das können wir heute noch gar nicht abschätzen.“

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